"Nachjustierung der Bundeswehrreform"
Struck schließt Verkleinerung des Heeres nicht aus

Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) schließt erstmals eine weitere Verkleinerung der Bundeswehr nicht aus. "Wir haben jetzt bei den Betriebskosten angefangen, und wir werden auch über eine Verkleinerung des Personals nachdenken", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

HB/dpa BERLIN. Ferner kündigte Struck, der erst vor zehn Tagen massive Einsparungen bei Rüstungsprojekten sowie Umstrukturierungen bekannt gegeben hatte, einen "zweiten Schritt zur Nachjustierung der Bundeswehrreform" an.

Derzeit hat die Bundeswehr 285 000 Soldaten. Struck sagte, er nehme den Vorschlag des früheren Heeres-Inspekteurs Helmut Willmann zu einer 240 000-Mann-Armee ernst. Es gebe aber auch andere Vorstellungen in seinem Ministerium. Es würden erhebliche Debatten geführt. Bei der Vorlage seiner Weiterentwicklung der Bundeswehrreform hatte der Minister noch erklärt, der Umfang der Bundeswehr werde nicht reduziert.

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Sonntag auf Anfrage, sie kommentiere Äußerungen des Ministers nicht. Ein hochrangiger Militär unterstrich: "Einen zweiten Schritt halten wir nicht aus."

Struck sagte der Zeitung, die jetzigen Maßnahmen seien ein erster Schritt. Es werde noch einen zweiten geben. "Einmal im Zusammenhang mit der Neufassung der Verteidigungspolitischen Richtlinien im April und bei der künftigen Ausgestaltung der Wehrpflicht im Herbst."

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