Nachlassvertrag rechtskräftig
Konkurs der Swissair abgewendet

Der im Herbst 2001 gestrandeten Schweizer Traditionsfluglinie Swissair bleibt wenigstens ein nachträglicher Konkurs erspart. Der Nachlassvertrag für die Airline, die in der neuen Fluggesellschaft Swiss aufgegangen ist, sei am 16. Juni rechtskräftig geworden, nachdem es keinerlei Einsprüche gegeben habe, teilte Sachwalter Karl Wüthrich am Freitag in Küsnacht (Kanton Zürich) mit.

HB/dpa GENF. Der Vertrag sei sowohl für die zustimmenden als auch ablehnenden Gläubiger verbindlich. Es könnten keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden.

Knapp 10 000 Gläubiger haben Forderungen in Höhe von 22,7 Mrd. Schweizer Franken (15,9 Mrd Euro) angemeldet. Diesen stehen nach Angaben des Sachwalters Aktiva in Höhe von 472 Mill. Franken gegenüber. Die Verwertung der Aktiva wird nach den Worten Wüthrichs vorangetrieben. Für die ehemaligen Angestellten, die das Angebot im Nachlassvertrag angenommen hätten, würden zwischen 200 bis 300 Mill. der 472 Mill. Franken ausgezahlt, sagte der Partner von Sachwalter Wüthrich, Filippo Beck, der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Ursprünglich hatten die rund 6000 ehemaligen Beschäftigen der Swissair für Löhne, Überstunden und nicht erhaltene Ferientage eine Entschädigung in Höhe von 2,4 Mrd. Franken gefordert.

Nachdem der Nachlassvertrag rechtskräftig geworden ist, können die Forderungen der Angestellten entsprechend der Vereinbarung in 60 Tagen ausbezahlt werden. Nach den Worten Becks kann die gesamte Nachlassregelung noch Jahre dauern. Die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Swissair war gemeinsam mit der Fluglinie Crossair in dem neuen Flugunternehmen Swiss aufgegangen.

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