Nachmittagsbericht
Dax profitiert von der Wall Street

Der deutsche Aktienmarkt wird von Bankaktien und Technologiewerten getrieben.

Reuters FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montagnachmittag nach guten Vorgaben aus den USA und getrieben von Bankaktien sowie Technologiewerten fester gezeigt. Gegen 16.40 Uhr MESZ notierte der Deutsche Aktienindex (Dax) um 1,5 % höher auf 7122 Punkten. Händler sagten, das Geschäft sei zum Wochenauftakt langweilig und ruhig. "Es gibt keine Fantasie im Markt", sagte ein Bösianer. Der deutsche Markt blicke auf die Vorgaben aus New York und richte sich danach. Auf Grund der Nachrichtenarmut verlaufe der Handel schleppend, hieß es weiter. Die Kursbewegungen der Einzelwerte hielten sich in relativ engen Grenzen. Ein Widerstand für den Dax befindet sich nach Angaben von Händlern bei 7150 bis 7175 Punkten.

Die New Yorker Wall Street war am Montag uneinheitlich in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index notierte nahezu unverändert um 0,18 % höher auf 10 787 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index kletterte um 0,78 % auf 3816 Punkte.

Beflügelt von den guten US-Vorgaben notierten die Technologiewerte überwiegend fester. Die Siemens -Aktie stieg um knapp drei Prozent auf 162,51 Euro. Nach den Kursverlusten der Vergangenheit sei diese Korrektur aber eher technischer Natur, sagte ein Händler. Der Siemens-Konzern erhielt nach eigenen Angaben einen Großauftrag für ein Verkehrstechnik-Projekt in Venezuela. Epcos legten um 2,47 % zu, SAP um 1,42 %. Der Softwareentwickler will seine Beteiligungsgesellschaft SAP Systems Integration (SAP SI), ein IT-Dienstleistungsunternehmen, zum 13. September an den Neuen Markt bringen. Die Aktien der Halbleiter-Tochter von Siemens, Infineon , gaben ihre Gewinne im Handelsverlauf wieder ab und verbilligten sich um 0,45 % auf 65,70 Euro.

Ein wenig Freude hätten am Montag die Bankentitel bereitet, sagte ein Händler. Dresdner Bank (plus knapp fünf Prozent auf 52,50 Euro), Hypovereinsbank (plus 3,57 % auf 66,80 Euro) und die Deutsche Bank (plus 3,50 % auf 97,90 Euro) führten die Lister der Gewinner an. Commerzbank rückten um 1,55 % vor.

Adidas-Salomon gaben nach einem Einbruch um 3,3 % am Freitag nun nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen weiter nach. Zum Handelsstart hatte sich das Papier noch freundlich gezeigt, gab die Gewinne im Handelverlauf aber wieder ab und notierte mit 54,60 Euro um 0,73 % schwächer. Der Gewinn des Sportartikelherstellers ist im ersten Halbjahr erwartungsgemäß deutlich zurückgegangen. Das Ergebnis vor Steuern fiel um fast 17 %. Die Aktie sei auch weiterhin von einem möglicherweise drohenden Abstieg aus dem Dax belastet, sagte ein Händler.

Die Aktien des Einzelhändlers Karstadt-Quelle , die ebenfalls aus dem Börsenbarometer der 30 größten deutschen Unternehmen herausfallen könnten, führten mit einem Abschlag von 4,51 % auf 31,32 Euro die Liste der Verlierer an. Die Deutsche Börse wird am Dienstag ihre Aktienindizes prüfen.

Gegen die allgemeine Markttendenz mussten auch Eon um 1,44 % auf 58,90 Euro Federn lassen. Der Fusionskonzern verkauft seine Elektroniksparte für 2,6 Mrd. Euro an ein europäisch-amerikanisches Firmenkonsortium. Im vereinbarten Kaufpreis seien von den Erwerbern übernommene Gesellschafterdarlehen von etwa 1,6 Mrd. Euro enthalten. Eon ist aus der Fusion von Viag und Veba entstanden.

Die Nebenwerte rückten ebenfalls vor. Der MDax erhöhte sich um 0,58 % auf 4898 Punkte. Die Aktien von Gold-Zack gewannen mehr als sechs Prozent, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht hatte. Der Finanzdienstleister MLP , der auf eine Aufnahme in den Dax hoffen kann, notierte um 2,61 % schwächer auf 149 Euro. Seit Monatsbeginn hatten die Papiere allerdings um rund 20 Euro auf 152 Euro zugelegt. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien der Celanese AG, die sich nach Vorlage ihrer Halbjahreszahlen um knapp fünf Prozent verbilligten.

Der Neue Markt präsentierte sich freundlich. Im Schlepptau der guten Nasdaq-Vorgabe tendierten beide Indizes des Wachstumssegments fester. Der Nemax-All-Share-Index kletterte um 1,77 % auf 5133 Punkte, der Nemax-50 um 1,93 % auf 5748 Zähler.

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