Nachmittagsbericht
Dax von schwacher Wall Street und T-Aktie gedrückt

Hohe Verluste bei der T-Aktie, Metro, Hypo-Vereinsbank und bei Daimler-Chrysler belasten das Börsenbarometer.

Reuters FRANKFURT. Belastet von der etwas leichteren Eröffnung an der Weltleitbörse Wall Street und den deutlichen Kursverlusten bei der schwergewichtigen Telekom-Aktie hat der Dax am Montagnachmittag ins Minus gedreht. Gegen 16.10 Uhr notierte das Kursbarometer 0,10 % niedriger auf 7365 Punkten. Der Aktienhandel verlaufe wegen der Flut von Unternehmensmeldungen recht rege, sagten Händler. Die hohen Kursverluste bei der Deutschen Telekom, der Metro, Hypo-Vereinsbank und Daimler-Chrysler hätten das Börsenbarometer gedrückt, hieß es. Unterstützung habe der Dax dagegen von den Gewinnen im Versicherungs-, im Technologie sowie im Chemie- und Pharmasektor erhalten.

Von 30 gehandelten Standardwerten wiesen trotz der leichten Dax-Verluste 21 Titel Gewinne und neun Verluste auf. Bis zum Nachmittag hatten rund 37 Mill. Dax-Werte ihren Besitzer gewechselt, was Händler als überdurchschnittlich bezeichneten. Die Wall Street eröffnete knapp behauptet. Der Dow-Jones-Index wies im frühen Geschäft einen leichten Abschlag von 0,10 % auf 10 729 Punkte aus.

Im Zuge der Übernahme der US-Telefongesellschaft Voice-Stream durch die Deutsche Telekom musste die T-Aktie deutlich Federn lassen und stürzte um 7,9 % auf 50,90 Euro. Damit war sie größter Verlierer unter den Dax-Werten. Der Kaufpreis für den amerikanischen Mobilfunkbetreiber werde allgemein als zu hoch empfunden, hieß es im Handel.

Zweitgrößter Kursverlierer war die Metro mit einem Abschlag von 7,8 %. Der Einzelhändler war zuvor Spekulationen um angebliche Beteiligungsverkäufe entgegen getreten. Dies nehme die Fusionsfantasie aus der Aktie, sagten Händler. Außerdem seien Gewinnmitnahmen für den Kursverfall verantwortlich, hieß es.

Der Aktienkurs der Hypo-Vereinsbank brach trotz Fusionsankündigung um fünf Prozent auf 65,80 Euro ein. Die HypoVereinsbank und die Bank Austria wollen fusionieren. Händler sagten, Arbitragegeschäfte und die relativ hohe Abschreibung auf den Firmenwert der Bank Austria belasteten den Kurs.

Die Dividendenpapiere von Daimler-Chrysler wurden nach Händlerangaben von Gerüchten über eine Gewinnwarnung gedrückt. Das "Wall Street Journal" hatte am Montag berichtet, der Automobilkonzern werde am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen eine Gewinnwarnung abgeben. Der Konzern wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen und bezeichnete ihn als Spekulation. Der Automobilwert verringerte sich um 1,9 % auf 57,98 Euro.

Die Versicherungen profitierten Händlern zufolge weiterhin von der Steuerreform. Allianz -stiegen um 1,3 %, Münchener Rück -um 1,9 %.

Auf der Gewinnerseite ragten dagegen die Chemie- und Pharmawerte sowie die Technologieaktien heraus. So zogen BASF -um gut zwei Prozent, Bayer um knapp zwei Prozent, Fresenius Medical Care -um 1,5 % und Henkel um 3,7 % an. Degussa-Hüls verbesserten sich um 2,5 %. Bei den Hochtechnologiewerten gewannen Siemens knapp drei Prozent, SAP 4,1 % und Epcos 2,1 %.



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