Nachrichten aus Bagdad belasten
Gold gibt Gewinne ab

Gold hat am Mittwoch im europäischen Handel nach frühen Avancen wenig verändert notiert. Nachrichten, dass das Regime von Saddam Hussein im Irak scheinbar die Kontrolle über die Hauptstadt Bagdad verloren habe, hätten dem Dollar und den Aktien im Tagesverlauf Auftrieb verliehen und das als "sicheren Hafen" bekannte Metall belastet, erklärten Händler.

Reuters LONDON. Die Feinunze Gold kostete zum europäischen Geschäftsschluss 322,50/323,25 Dollar nach 322,00/322,50 Dollar am Vorabend in New York. Das zweite Londoner Fixing lautete auf 321,35 Dollar nach 324,10 Dollar am Morgen und 323,40 Dollar am Dienstagnachmittag.

Im Morgenhandel hatte das Edelmetall bei 324,50 Dollar notiert. Die düsteren Konjunkturaussichten und dementsprechend schwache Aktien hatten das Metall unterstützt, sagten Händler. Bilder von us-amerikanischen Panzern überall in der Innenstadt Bagdads und von jubelnden und plündernden Irakis halfen dann den Aktien ins Plus und drückten Gold. "Die Zeichen für ein schnelles Kriegsende mehren sich," sagte ein Händler. Und dies belaste das gelbe Metall, das ja vor allem in unsicheren Zeiten gesucht sei.

"Kurzfristig werden die Währungen und die Aktienmärkte die Bewegungen von Gold bestimmen, aber sobald der Fokus weg vom Krieg hin zu den wirtschaftlichen Leistungen geht, erwarten wird, dass Gold neue Interessenten findet," sagte ein Metallanalyst der UBS Warburg.

Eine wichtige Unterstützung liege bei 318 Dollar, hiess es bei der Credit Suisse Private Banking. Ein Fall darunter könnte ein bearishes Szenario auslösen.

Silber lag zum Vorabendschluss in New York unverändert bei 4,47/4,49 Dollar. Platin war ein Dollar fester bei 622/627 Dollar und Palladium notierte bei 168/173 nach 171/177 Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%