Nachrichten von Cisco belasten
Beschleunigte Talfahrt am Neuen Markt

Gegen Mittag stand der Nemax 50 mit satten 8,35 % auf 1 428 Zähler im Minus.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. Die Wachstumswerte am Frankfurter Neuen Markt haben am Dienstag ihre Anfangsverluste deutlich ausgebaut. Gegen Mittag stand der Nemax 50 mit satten 8,35 % auf 1 428 Zähler im Minus.

In diesem Segment konnte sich lediglich ein Titel dem Negativ-Trend widersetzen: die BB Biotech AG mit einem Plus von 0,26 % auf 78,60 Euro. Der Nemax All Share fiel um 5,96 % auf 1 581 Punkte. Besserung scheint nicht in Sicht: Die Futures der US-Börsen stehen im roten Bereich, so dass momentan mit einer schwachen Eröffnung der Wall Street zu rechnen ist und aus den USA wohl keine positiven Impulse kommen werden.



Schlechte Unternehmensmeldungen en masse belasten den Markt: Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems Inc. hat eine Gewinn- und Umsatzwarnung veröffentlicht: Der niederländische Elektronikkonzern Royal Philips Electronics NV erwirtschaftete im ersten Quartal mit 0,08 Euro weniger Gewinn pro Aktie als erwartet. Der schwedische Telekomkonzern Ericsson wird nach Presseberichten voraussichtlich 6 000 Stellen streichen.



Im Mittelpunkt des Handels standen die Titel des Telematik- Spezialisten Comroad, die in den ersten Handelsminuten knapp 43 % verloren. Händler führten die starken Abschläge auf negative Medienberichte zurück, die die Richtigkeit der Umsätze des Telematik-Spezialisten anzweifeln.



Unter Verkaufsdruck standen auch die Papiere der Sunburst Merchandising AG, die knapp 29 % auf 1,21 Euro einbüßten. Am Morgen hatte der Lizenzvermarkter bekannt gegeben, "intensive Verhandlungen" mit seinen kreditgegebenden Banken zur Sicherung der Liquiditätslage zu führen. Die Aktien von mb Software fielen um über 31 % auf ein Jahrestief von 2,00 Euro, obwohl das Unternehmen vor Ostern einen höheren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (zum 31. März) ausgewiesen hatte.



Entgegen dem Markttrend legten die Papiere der abgeschlagenen Micrologica AG knapp 20 % auf 0,61 Euro zu. Auch die Papiere von Jobpilot, die sich bereits am Donnerstag um 180 % verteuert hatten, setzten ihren Aufwärtstrend fort und erhöhten sich um über 13 % auf nunmehr 7,48 Euro. Von den Blue Chips ragte Carrier 1 heraus, deren Anteilscheine 5,62 % auf 8,65 Euro gewannen.

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