Nachwirkungen der Flugzeugaffäre
China stoppt angeblich Milliarden-Deal mit Boeing

Wegen der Spionageflugzeug-Affäre hat China nach Medienberichten ein Milliardengeschäft mit dem US-Flugzeughersteller Boeing auf Eis gelegt. Ein Vertreter eines westlichen Flugzeug-Leasing-Unternehmens sagte der Wirtschaftszeitung "Asian Wall Street Journal" vom Dienstag, China habe Aufträge für mindestens 30 Boeing 737-Maschinen der neuen Generation gestoppt.

afp HONGKONG. Chinesische Fluggesellschaften hätten sich deshalb bereits um Leasing-Verträge bemüht, um die fehlenden Kapazitäten auszugleichen. Auch die chinesische Luftfahrtbehörde sei bereits an sein Unternehmen herangetreten. Von der Firma Boeing war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Nach dem Zusammenstoß eines US-Spionageflugzeugs mit einem chinesischen Kampfjet hatte der Boeing-Vorsitzende Phil Condit die Befürchtung geäußert, die Affäre könnte das Geschäft mit Peking "kurzfristig" beeinträchtigen. Boeing setzt große Hoffnungen in den chinesischen Absatzmarkt. Bis zum Jahr 2019 rechnet die Firma mit dem Verkauf von 1 790 Maschinen an die Volksrepublik.

Der Zusammenstoß der US-Maschine mit einem chinesischen Abfangjäger Anfang April hatte die amerikanisch-chinesischen Beziehungen auf eine schwere Belastungsprobe gestellt. US-Außenminister Colin Powell kündigte am Montag in einem Interview mit dem US-Sender CNN an, bezüglich einer Starterlaubnis für das Flugzeug auf der chinesischen Insel Hainan "in den nächsten Tagen" eine Lösung zu finden. Bisher verweigert China eine Startgenehmigung und blockiert so den Heimflug der Maschine.

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