Nachwirkungen des Terroranschlages
Boeing verkauft viel weniger Flugzeuge

Stark rückläufige Flugzeugauslieferungen haben den Gewinn des amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing im zweiten Quartal 2002 verringert, obwohl die Rüstungs- und Raumfahrtsparten dank höherer Rüstungsausgaben Washingtons kräftig zulegen konnten. Boeing leidet unter der Zurückhaltung der Fluggesellschaften nach dem Terroranschlag vom 11. September.

HB CHICAGO. Boeing verdiente im zweiten Quartal 779 Millionen Dollar (771 Mio Euro) oder 96 Cents je Aktie gegenüber einem Gewinn von 840 Millionen Dollar oder 99 Cents je Aktie im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Umsatz schrumpfte auf 27,7 (Vorjahresvergleichszeit: 28,8) Milliarden Dollar, teilte der weltgrößte Flugzeughersteller am Mittwoch mit.

Der Halbjahresumsatz fiel auf 13,9 (15,5) Milliarden Dollar. Es gab auf Grund von Sonderbelastungen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit neuen US-Buchführungsregeln einen Halbjahresverlust von 470 Millionen Dollar. Boeing hatte im entsprechenden Vorjahresabschnitt 2,1 Milliarden Dollar verdient. Boeing prognostizierte für das Gesamtjahr einen Umsatz von 54 Milliarden Dollar und für 2003 einen Umsatz von 52 Milliarden Dollar.

Der Umsatz der Verkehrsflugzeugsparte fiel im zweiten Quartal dieses Jahres massiv auf 7,7 (9,3) Milliarden Dollar. Boeing lieferte nur noch 112 (141) neue Maschinen aus. Der operative Gewinn der Sparte fiel auf 790 (955) Millionen Dollar. Boeing versucht deshalb weiter aggressiv Kosten zu sparen.

380 Flugzeuge sollen 2002 ausgeliefert werden

Die Gesellschaft hat im zweiten Quartal nur 46 Neubestellungen für Verkehrsflugzeuge erhalten und in den ersten sechs Monaten 166. Der Auftragsbestand der Verkehrsflugzeugsparte schrumpfte auf 66,5 Milliarden Dollar gegenüber 75,9 Milliarden Dollar Ende 2001. Boeing rechnet für das Gesamtjahr 2002 mit der Auslieferung von 380 Verkehrsflugzeugen, im kommenden Jahr werden sie sich danach auf 275 bis 300 Maschinen verringern.

Der Umsatz der Militärflugzeug- und Raketensparte stieg um 5,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn legte auf 413 (353) Millionen Dollar zu. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 20,2 Milliarden Dollar gegenüber 17,6 Milliarden Dollar am Ende des vergangenen Jahres.

Die Raumfahrt- und Kommunikationssparte steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 6,4 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn stieg auf 181 (130) Millionen Dollar. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 15,5 Milliarden Dollar gegenüber 13,1 Milliarden Dollar zum Jahresende 2001.

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