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Nachzählung ergab: Bush der "echte" Wahlsieger in Florida

George W. Bush wäre wahrscheinlich auch dann Präsident geworden, wenn die Gerichte eine Neuauszählung umstrittener Stimmen im Bundesstaat Florida zugelassen hätten.

dpa WASHINGTON. Das hat eine umfassende Analyse des US-Meinungsforschungsinstituts National Opinion Research Centers (NORC) im Auftrag von acht Medienunternehmen ergeben. Nach Presseberichten vom Montag überprüften die Ermittler 99 % der als ungültig bezeichneten Stimmen in 67 Stimmbezirken.

Bush hatte Florida bei der Präsidentenwahl im vergangenen November mit einem Vorsprung von 537 Stimmen gewonnen. Dadurch hatte er mit insgesamt 271 die magische Zahl von 270 Wahlmännern überschritten, die er zum Einzug ins Weiße Haus brauchte. Sein Gegner, der Demokrat Al Gore, hätte möglicherweise gewonnen, wenn alle Stimmen in Florida neu ausgezählt worden wären, ergab die Analyse. Das hatte er jedoch nie beantragt.

Verlierer Gore unterstrich in einer schriftlichen Erklärung, die Wahl sei vorüber. Das Land stehe mit dem Kampf gegen den Terrorismus vor einer großen Herausforderung, und er unterstütze Bush dabei vollständig. Bush-Sprecher Ari Fleischer nannte die Erhebung überflüssig. Die Wahl sei vor einem Jahr entschieden worden. Weder das Weiße Haus noch die Wähler interessierten sich dafür.

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