Nächste Konferenz in 6 Monaten in Berlin geplant
UN-Umweltbehörde enttäuscht über Ausgang des Klimagipfels

dpa NAIROBI. Der Chef der UN-Umweltbehörde Unep, Klaus Töpfer, hat das Scheitern des Klimagipfels in Den Haag als eine "verpasste Chance" für den dringend notwendigen Klimaschutz bezeichnet. Töpfer sagte am Dienstag in Nairobi, "natürlich bin ich enttäuscht, aber vielleicht war die Konferenz dennoch ein klärendes Gewitter." Es sei besser, in sechs Monaten die Gespräche wieder aufzunehmen, als überhastet die falsche Richtung einzuschlagen.

Der frühere Bundesumweltminister wiederholte, dass die Industriestaaten wirksam den Kohlendioxid-Ausstoß verringern müssten. "Die Industriestaaten sind für den längst begonnenden Klimawandel verantwortlich. Die Entwicklungsländer bezahlen ihn mit immer heftiger werdenden Naturkatastrophen." In Den Haag sei eine Einigung für die Umsetzung des Kyoto-Abkommens greifbar gewesen. Die zukünftigen Generationen werden leiden, wenn wir es nicht schaffen, das Klima zu schützen", unterstrich Töpfer.

In der japanischen Stadt Kyoto hatten die Industriestaaten 1997 zugesagt, ihre Treibhausgas-Emissionen herunterzufahren. Sie sollen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um fünf Prozent unter das Niveau von 1990 gesenkt werden. In Den Haag wurde ergebnislos darüber verhandelt, wie das geschehen soll. Wahrscheinlich wird die Konferenz im Mai 2001 in Bonn wieder aufgenommen.

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