"Nächster Schritt muss von der Lufthansa kommen"
Verdi wartet auf die Lufthansa

Im Streit um ein Sparpaket für die Lufthansa hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch ihre Gesprächsbereitschaft betont, erwartet aber den ersten Schritt von der Fluggesellschaft.

Reuters FRANKFURT. "Der nächste Schritt müsste von Seiten der Lufthansa kommen", sagte Verdi-Sprecher Ingo Schwope. Die Ankündigung der Lufthansa, dass ohne eine Einigung mit den Gewerkschaften Kündigungen möglich seien, nannte Schwope unverständlich. "Das ist ein Versuch, die Gewerkschaftsseite unter Druck zu setzen.". Verdi habe der Lufthansa für 2002 ein Sparpaket im Umfang von rund 165 Mill. DM angeboten, das ausreichen sollte, um alle Arbeitsplätze zu sichern.

Schwope wollte sich nicht dazu äußern, ob Verdi zu weiteren Zugeständnissen bereit wäre. Darüber müsse die Tarifkommission entscheiden, sagte er. Das Gremium sei bislang aber davon ausgegangen, dass bereits alle Möglichkeiten ausgereizt seien.

In unternehmensnahen Kreisen hatte es am Dienstag geheißen, die Lufthansa erwäge die Kündigung von bis zu 4 000 Mitarbeitern, falls es mit den Gewerkschaften nicht zu einer Einigung über Sparmaßnahmen komme. Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi und der Piloten Cockpit-Vereinigung (VC) waren zuvor ergebnislos zuende gegangen. Nach einem erneuten Sondierungsgespräch mit der Lufthansa am späten Dienstagabend sprach die VC allerdings von einer bedeutenden Annäherung. Beide Seiten hätten ein Sparpaket beschlossen, das in den kommenden Tagen noch mit den Vorständen und der Tarifkommission abgestimmt werden müsse. Die Lufthansa wollte sich dazu in der Nacht nicht äußern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%