Nahe den Vortagesschlusskursen
Verhaltener Auftakt an der Wall Street

Die Wall Street hat in den ersten Handelsminuten noch keine Richtung gefunden. Die Indizes tendieren leicht schwächer nahe den Vortagesschlusskursen.

Angaben über das Verbrauchervertrauen, die von der Universität Michigan erhoben werden, haben den Märkten keinen Schub gegeben. Dabei ist das Verbrauchervertrauen im Oktober gegenüber September leicht gestiegen und bewegt sich damit im Rahmen der Erwartungen. Die Zahlen lagen allerdings leicht unter den Werten des Vorberichts, der vor zwei Wochen veröffentlicht wurde.

Im Dow Jones Index gehören Boeing und United Technologies zu den größten Gewinnern. Boeing legt 2,7 und United 1,5 Prozent zu. Auf der Verliererseite stehen Finanztitel. Auch Pharmawerte geraten zum Handeslauftakt unter Druck. Das Brokerhaus Salomon Smith hat sich skeptisch über die Pharmabranche geäußert. Die Analysten streichen die Aktien von Pfizer von ihrer Empfehlungsliste. Zudem rät Salomon seinen Anlegern, die gesamte Gesundheitsbranche in ihren Portfolios unterzugewichten.

Gespannt wartet die Rüstungsindustrie auf eine Entscheidung des Pentagon. Nach Handelsschluss soll die Entscheidung über einen milliardenschweren Auftrag fallen. An der Wall Street wird spekuliert, dass Lockheed Martin Kampfjets im Wert von über 100 Milliarden Dollar produzieren soll. Doch auch Boeing wird voraussichtlich nicht leer ausgehen. Der Flugzeughersteller könnte einen Auftrag für Tankflugzeuge erhalten. Lockheed Martin hat am Morgen zudem Quartalszahlen gemeldet, die über den Schätzungen ausgefallen sind.

Nachdem in der abgelaufenen Woche alleine aus dem S&P-Index rund 180 Unternehmen ihre Geschäftszahlen vorgelegt haben, wird am Freitag nicht mehr mit vielen Ergebnismeldungen gerechnet. Am unteren Ende der Gewinnerwartungen ist das Ergebnis der Drogeriekette Duane Reade ausgefallen. Im dritten Quartal hat Duane Reade einen Gewinn in Höhe von 27 Cents pro Aktie ausgewiesen, ein Cent schwächer als erwartet. Im laufenden vierten Quartal werden die Prognosen voraussichtlich erneut verfehlt. Die Konsensschätzung steht bei 49 Cents pro Aktie. Die Geschäftsleitung geht von 43 bis 46 Cents pro Aktie aus. Das Unternehmen betreibt auch im Financial District in New York mehrere Filialen, die nach den Anschlägen auf das World Trade Center vorübergehend geschlossen wurden.

In der Mobilfunkindustrie hat das schwedische Unternehmen Ericcson Quartalszahlen vorgelegt. Für das dritte Quartal meldet Ericsson einen Verlust in Höhe von fünf Cents pro Aktie. Damit wurden die Konsensschätzungen verfehlt. Positiv wird ein Wechsel in der Führungsetage aufgenommen. Vorstandsmitglied Lars Ramqvist wird durch Michael Treshow ersetzt. Investoren sind optimistisch, dass Treschow den Konzern in die Gewinnzone zurückführen kann.

Deutlich hat der Hersteller von Glasfaserkomponenten JDS Uniphase die Prognosen verfehlt. Analysten waren von einem Verlust in Höhe von drei Cents pro Aktie ausgegangen. Am Donnerstag nach Handelsschluss hat der Konzern einen Fehlbetrag in Höhe von 20 Cents pro Aktie gemeldet.

Besser hat das Biotechnologieunternehmen Amgen abgeschnitten. Amgen hat die durchschnittlichen Gewinnschätzungen mit 329,9 Millionen Dollar oder 30 Cents pro Aktie um einen Penny übertroffen.

Ebenfalls die Gewinnschätzungen der Analysten geschlagen hat BMC Software. Im zweiten Geschäftsquartal haben Kostensenkungen das Ergebnis gerettet. Der Softwarehersteller hat einen Gewinn in Höhe von 6,9 Millionen Dollar oder drei Cents pro Aktie erzielt. Die Prognosen lagen bei zwei Cents. Vor einem Jahr verbuchte das Unternehmen einen Gewinn in Höhe von 12,5 Millionen Dollar oder fünf Cents pro Aktie.

Auch zum Wochenabschluss gibt es Meldungen über weitere Entlassungen. Flextronics wird 10 000 Mitarbeiter entlassen, was 15 Prozent der Belegschaft entspricht. Zudem hat das Unternehmen die Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Der Gewinn ist mit 16 Cents pro Aktie einen Cent unter den Erwartungen ausgefallen.

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