Nahost-Konflikt
Barak mit neuem Gipfeltreffen einverstanden

dpa JERUSALEM. Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak hat am Dienstagmorgen erstmals die Bereitschaft geäußert, an einem neuen Gipfeltreffen mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat teilzunehmen, um die jüngste Nahost-Krise zu entschärfen. Am Vorabend hatte es noch geheißen, Israel sei gegenwärtig nicht zu einer solchen Zusammenkunft bereit, die US-Präsident Bill Clinton angeregt hatte.

Barak betonte am Morgen im israelischen Rundfunk, Ziel eines Gipfeltreffens müsse ein vollständiger Stopp der gewalttätigen Ausschreitungen in den Palästinensergebieten sein. Angesichts andauernder diplomatischer Vermittlungsbemühungen hatte die israelische Regierung in der Nacht zum Dienstag das Ultimatum an die Palästinenser zur Beendigung der Gewalt "um einige Tage verlängert".

Der amtierende israelische Außenminister Schlomo Ben-Ami traf am Morgen in Tel Aviv mit seinem russischen Kollegen Igor Iwanow zusammen. In dem Gespräch soll es auch um die Entführung dreier israelischer Soldaten nach Libanon gehen. Sie waren am Samstag von radikal-islamischen Hisbollah-Milizionären verschleppt worden. Wie israelische Radiosender am Dienstag berichteten, wurden sie bei der Entführung verletzt. Bei einer Untersuchung des Entführungsorts an der israelischen Nordgrenze seien Blutflecken gefunden worden, die von den Soldaten stammten. Inzwischen sei nicht mehr sicher, ob die Männer noch am Leben seien, meldete der israelische Armeesender. Die Hisbollah habe einen Besuch des Roten Kreuzes bei den drei Soldaten abgelehnt.

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