Nahost-Konflikt
Gefechte in Dschenin nach israelischem Einmarsch

Starke Einheiten der israelischen Armee haben sich am Freitagmorgen in der besetzten palästinensischen Stadt Dschenin Gefechte mit militanten Palästinensern geliefert.

HB/dpa DSCHENIN. Dabei wurden nach Augenzeugenberichten mindestens zwei Palästinenser verletzt. Über die gesamte Stadt wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Die Armee war am frühen Morgen mit mindestens 25 Panzern in die Stadt im Norden des Westjordanlandes eingerückt, um dort nach mutmaßlichen Extremisten zu suchen. Truppen drangen auch in die Flüchtlingslager und mehrere Dörfer am Rande der Stadt ein, die lange Zeit als Hochburg palästinensischer Extremisten galt. Es handelt sich nach israelischen Berichten um die größte Militäroperation in der Stadt seit der ersten Wiederbesetzung im April.

Die Aktion folgte einem palästinensischen Selbstmordanschlag in Nordisrael am vergangenen Montag, bei dem 14 Israelis in einem Linienbus östlich von Chadera getötet wurden. Die beiden Attentäter, die ebenfalls ums Leben kamen, stammten aus Dschenin. Zu dem Anschlag bekannte sich die Extremistengruppe Islamischer Dschihad.

Aus Armeekreisen verlautete am Freitag, dass die Aktion "mehrere Tage" dauern werde. Soldaten besetzten Gebäude und nahmen mehrere Männer fest. "Angesichts der jüngsten Entwicklung müssen wir hier massiv reingehen, auch wenn das Probleme für die Bevölkerung mit sich bringt", erklärte ein hoher Offizier ausländischen Journalisten am Morgen. "Wir hatten die Bedingungen für die Menschen hier erleichtert, und jetzt machen 20 Terroristen ihnen das Leben wieder schwer", sagte er.

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