Nahost-Konflikt
Israel will "elektronischen Zaun" um Jerusalem

Mit einem elektronischen Überwachungssystem für fünf Mill. $ will Israel seine Bemühungen verstärken, Jerusalem vor dem Eindringen palästinensischer Selbstmordattentäter aus dem Westjordanland zu schützen.

Reuters TEL AVIV. Die Anlage, die bereits an Israels Grenzen zu Libanon und zum Gaza-Streifen eingesetzt werde, könne Tag wie Nacht und bei allen Wetterbedingungen unerlaubte Eindringlinge aufspüren, teilte der Hersteller Elbit Systems am Mittwoch mit. Das israelische Unternehmen produziert der eigenen Internetseite zufolge unter anderem radargestützte Überwachungssyteme. Nach dem Auftrag des israelischen Verteidigungsministeriums soll der "elektronische Zaun" auf einem 25 Kilometer langen Grenzabschnitt Jerusalems zum Westjordanland eingesetzt werden.

Mit Metallzäunen und Betonmauern sowie Straßensperren auf einem Abschnitt von 50 Kilometern versucht die israelische Regierung bereits seit einiger Zeit, das Eindringen palästinensischer Selbstmordattentäter von Osten her nach Jerusalem zu verhindern. Bei dem vor zwei Jahren begonnenen Aufstand der Palästinenser sind in Jerusalem mindestens 80 Menschen bei Selbstmordanschlägen gestorben. Im Mai hat die israelische Regierung zudem damit begonnen, auch Teile des Westjordanlandes mit einem 300 Kilometer langen Zaun abzuriegeln.

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