Nahost-Konflikt
Schröder traf Barak, Stoiber Ex-US-Präsident Bush

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) haben sich am Wochenende unabhängig voneinander über den Nahost-Konflikt beraten.

dpa BERLIN. Schröder traf sich am Samstag in Berlin mit dem Israels früherem Premierminister Ehud Barak, Stoiber mit Ex-US-Präsident George Bush.

Ein Sprecher der Bundesregierung sagte, das Gespräch sei privat. Nähere Angaben machte er nicht. Ein Sprecher von Stoiber teilte mit, dieser und Bush seien überzeugt, dass sich Europa in dem neuen Friedensprozess für den Nahen Osten engagieren müsse. Die Europäer hätten wegen ihrer guten Kontakte auch zu arabischen Staaten eine wichtige psychologische Funktion und eine Vertrauensposition.

Barak sagte der "Welt am Sonntag" vor dem Treffen mit Schröder, er wolle sich mit ihm über den Nahost-Konflikt und den Terror in der Welt austauschen. Palästinenserpräsident Jassir Arafat gehe es "nur um Terror, Terror, Terror". Er könne keinen Frieden schließen. Ihm müsse ein einheitliche Front aus Amerikanern, Europäern und Russen gegenüber stehen. Man müsse ihn an den Verhandlungstisch zwingen.

Auf die Frage, wie der Konflikt entschärft werden könnte, sagte Barak: "Wir müssen einen Zaun um alle israelischen Gebiete ziehen, um uns vor Selbstmordattentaten zu schützen."

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