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Nahost-Krise überschattet EU-Mittelmeerkonferenz

vwd/ap MARSEILLE. Der israelisch-palästinensische Konflikt hat die EU-Mittelmeerkonferenz in Marseille überschattet. Nach dem Boykott Libyens und Libanons mussten die 25 Außenminister, darunter der deutsche Ressortchef Joschka Fischer, am Donnerstag sogar auf das traditionelle Familienfoto verzichten. Der französische Außenminister und EU-Ratsvorsitzende Hubert Vedrine versuchte in getrennten Beratungen mit seinem israelischen Amtskollegen Schlomo Ben Ami und einer Delegation arabischer Staaten, Zugeständnisse für die Rettung des Friedensprozesses zu erreichen.

Doch die Europäer müssten realistisch sein, erklärte ein französischer Diplomat. Sie könnten keinen Durchbruch schaffen, wenn selbst die USA nicht in der Lage sein, die Krise zu lösen. Die Europäische Union will ein neues milliardenschweres Hilfsprogramm für die Anrainerstaaten des Mittelmeers auflegen, das nach den Worten Vedrines unbürokratischer und effizienter werden soll als das bisherige. In den vergangenen fünf Jahren sind nur etwa ein Viertel der bereit gestellten acht Mrd Euro abgerufen worden. Bis 2006 sollen nun noch einmal 11,8 Mrd Euro an Hilfen und Krediten zur Verfügung stehen.



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