Nahost
Palästinensische Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft

Nach dem Scheitern des Nahost-Gipfels in Camp David werden in den Palästinensergebieten Unruhen befürchtet.

afp/reuters GAZA. Nach dem Scheitern des Nahost-Gipfels in Camp David sind die Sicherheitskräfte in den Palästinensergebieten in Alarmbereitschaft versetzt worden. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall von Unruhen sowie für die Rückkehr von Palästinenserpräsident Jassir Arafat, sagte ein Palästinensersprecher in der Nacht zum Mittwoch. Ein weiterer Sprecher hatte zuvor angekündigt, bei seiner Rückkehr werde Arafat wie ein Held gefeiert werden. Bereits kurz nach Bekanntgabe des Scheiterns riefen Hunderte radikaler Palästinenser in Gaza-Stadt zur Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes gegen Israel auf.

Die Friedensgespräche waren am Dienstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. US-Präsident Bill Clinton machte vor allem die Palästinenser für den Abbruch der Verhandlungen verantwortlich. Palästinenserpräsident Jassir Arafat habe sich bei den zweiwöchigen Verhandlungen weniger bewegt als Israels Regierungschef Ehud Barak, sagte Clinton. Als Hauptgrund für das Scheitern nannte er den Streit um Jerusalem. Trotz "bedeutender Fortschritte" sei kein Abkommen möglich gewesen. Auch Barak schrieb den Palästinensern die Schuld am Scheitern des Gipfels zu. In einer gemeinsamen Stellungnahme bekundeten Barak und Arafat jedoch ihren Willen zu weiteren Verhandlungen.

Barak, Arafat und Clinton betonten dabei die Notwendigkeit, "jede einseitige Maßnahme zu vermeiden, die die Zukunft der Verhandlungen gefährdet". Ferner hieß es in der vom Weißen Haus veröffentlichten Mitteilung, Israel und die Palästinenser wollten ihre noch bestehenen "Uneinigkeiten bei weiteren Verhandlungen mit der Absicht auf einen dauerhaften Frieden beilegen". Dabei blieben die USA ein "lebhafter Partner".

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