Nahost-Reise
EU-Delegation nimmt in Pakistan Gespräche über Terrorismus auf

Eine hochrangige EU-Delegation hat am Dienstag in Pakistan Gespräche über den Ausbau des internationalen Bündnisses gegen den Terrorismus aufgenommen.

afp ISLAMABAD. Der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana, der belgische Außenminister und EU-Ratsvorsitzende Louis Michel sowie EU-Außenkommissar Chris Patten und der spanische Außenminister Josep Piqué trafen in Islamabad zunächst mit dem pakistanischen Außenminister Abdul Sattar zusammen.

Bei Präsident Pervez Musharraf wollten sie im Anschluss um weitere Unterstützung Islamabads gegen den Terrorismus werben. Angesichts der erwarteten US-Vergeltungsangriffe gegen das Nachbarland Afghanistan wegen der Terroranschläge vom 11. September wollte die EU Pakistan nach Angaben von Diplomaten auch humanitäre Hilfe für die afghanischen Flüchtlinge anbieten.

Im Anschluss an den Besuch in Pakistan wollen die führenden EU-Politiker auch in Iran, Syrien, Ägypten, Jordanien, und Saudi-Arabien Gespräche führen. Bedeutung wird vor allem den Gesprächen in Pakistan beigemessen, das als weltweit einziger Staat noch diplomatische Beziehungen zu Afghanistan unterhält. Auf Druck der USA und trotz der Ablehnung durch weite Teile der Bevölkerung hatte Pakistan seine vollständige Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt.

Wegen der Weigerung der afghanischen Taliban, den mutmaßlichen Terroristenchef Osama bin Laden auszuliefern, gilt Afghanistan als mögliches Ziel von US-Vergeltungsangriffen. Iran und Syrien stehen zudem auf der Liste der Länder, die Washington der Förderung des Terrismus verdächtigt. Auch Japan entsandte am Dienstag seinen Vize-Außenminister Seiken Sugiura zu Gesprächen über die Bekämpfung des Terrorismus nach Pakistan.

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