Nahrungsmittel stärker im Blickfeld der Verbraucher
Wegen BSE: Fischkonsum in Deutschland legt zu

ap NÜRNBERG. Die BSE-Krise hat sich offenbar positiv auf den Fischkonsum in den Deutschland ausgewirkt. Das Marktforschungsunternehmen GfK veröffentlichte am Montag in Nürnberg eine Studie, wonach im vergangenen Jahr rund 83 % aller Haushalte Fisch gekauft haben. "Die Diskussion um BSE und Fleisch allgemein in Deutschland bewirken, dass das Nahrungsmittel Fisch immer mehr ins Blickfeld der Verbraucher rückt", berichteten die Marktforscher.

Durchschnittlich 9,2 Kilo Fisch haben die Haushalte der Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr gekauft und dafür 115 DM ausgegeben. Insgesamt seien 3,1 Mrd. DM für die Fischmahlzeit am heimischen Tisch gezahlt worden. Dabei bedienten sich neun von zehn Käufern aus dem Kühlregal oder der Tiefkühltruhe, wie die GfK berichtete.

Laut Gfk legte das zweite Halbjahr 2000 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um mehr als 10 % zu. Besonders stark war auch der Anstieg im Januar 2001: Den Marktforschern zufolge wurden gegenüber dem Vorjahresmonat 32 % mehr abgesetzt, die Ausgaben für Fisch legten sogar um 35 % zu.

Unterschiede bei der konsumierten Fischmenge zeigten sich vor allem zwischen den einzelnen Bundesländern. So kauften die Haushalte im küstennahen Norden 20 % mehr Fisch als die südlichen Länder. Spitzenplätze nehmen die Hafenstädte Hamburg und Bremen ein. Schlusslichter sind Hessen und Rheinland-Pfalz.

Am liebsten essen die Bundesbürger laut GfK Seelachs und Hering. Diese beiden Fischarten seien mit Abstand die beliebtesten. Populär seien aber auch Lachs, Rotbarsch und Forelle. Die Marktforscher haben außerdem noch herausgefunden, dass Menschen im Alter von 50 Jahren oder älter am häufigsten Fisch wählen. "Allein 55 % des Konsums dieses Nahrungsmittels gehen auf ihr Konto."

Die GfK befragt regelmäßig 5 000 repräsentativ ausgewählte deutsche Privathaushalte über ihre Haushaltseinkäufe.

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