Nahverkehrt lahm gelegt
Verdi streikt für Vergabegesetz

Die bevorstehende Liberalisierung im öffentlichen Nahverkehr sorgt für Unruhe unter den Beschäftigten. Vielerorts streikten heute Bus- und Straßenbahnfahrer. Sie fordern ein Vergabegesetz, das Entlohnung unter Tarif unterbindet.

afp BERLIN. In zahlreichen Städten Deutschlands ist am Dienstagmorgen der öffentliche Nahverkehr bestreikt worden. So blieben in allen Großstädten Nordrhein-Westfalens die Busse und Straßenbahnen in den frühen Morgenstunden in ihren Depots. Streiks wurden unter anderem auch aus München, Nürnberg und Regensburg gemeldet. Mit den Aktionen wollte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihrer Forderung nach einem Vergabegesetz Nachdruck verleihen. Es soll verhindern, das bei künftigen öffentlichen Ausschreibungen von Konzessionen für den Betrieb von Bahn - und Buslinien Billiganbieter den Zuschlag erhalten, die unter Tarif bezahlen.

Mit den Aktionen will ver.di die Bundesratsinitiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Verabschiedung eines solchen bundesweiten Vergabegesetzes unterstützen. Die Initiative steht für Freitag auf der Tagesordnung im Bundesrat. Allein in NRW beteiligten sich nach Angaben einer ÖTV-Vertreterin 22 Betriebe mit insgesamt 20.000 Beschäftigten an den Streiks. Andere Betriebe, vor allem in den ländlichen Gebieten, begnügten sich mit der Verteilung von Flugblättern.

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