Name verschwindet
RWE gliedert Trienekens komplett ein

RWE hat über seine Tochter RWE Umwelt den Kauf der restlichen Trienekens-Anteile angekündigt.

Reuters ESSEN. RWE Umwelt wird die restlichen 50 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2002 von der Familie Trienekens übernehmen. Angaben zum Kaufpreis wollte ein Sprecher nicht machen. In der Branche war der Wert des restlichen Trienekens-Pakets auf rund 450 Millionen Euro geschätzt worden.

Trienekens soll auf die RWE Umwelt verschmolzen werden und damit auch seinen Namen aufgeben. Dieser war zuletzt im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal um die Kölner Müllverbrennungsanlage ins Gerede gekommen. Die Übernahme der zweiten Hälfte und die damit verbundene Namensänderung war in der Branche weitgehend als Versuch der Schadensbegrenzung erwartet worden.

Der Skandal hatte nach Einschätzung von Branchenexperten auch die Chancen des RWE-Holding-Vorstands Richard Klein für das Amt des Vorstandsvorsitzenden zunichte gemacht. Klein war früher für den Entsorgungsbereich bei RWE zuständig gewesen. Der RWE-Aufsichtsrat hatte am Donnerstag den Shell-Manager Harry Roels als Nachfolger der Amtsinhabers Dietmar Kuhnt zum 1. Februar nächsten Jahres bestellt.

Nach der Eingliederung von Trienekens wird der Abfall- und Recycling-Bereich im RWE-Konzern rund 2,1 Milliarden Euro umsetzen und rund 14.500 Mitarbeiter beschäftigen. Das Kartellamt hat die Übernahme bereits ohne Auflagen genehmigt.

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