Namhafte Computerhersteller gründen die Gnome Foundation
Das kostenlose Linux startet einen weiteren Angriff auf Microsoft

HB NEW YORK. Das kostenlose Betriebssystem Linux soll schon bald mit Microsoft Office konkurrieren. Zu diesem Zweck werden heute nach Informationen der New York Times Linux-Entwickler auf einer Computerkonferenz in San Jose, Kalifornien, die Gründung der "Gnome Foundation" bekannt geben. Unterstützt werden sie dabei unter anderem von IBM, Compaq, Hewlett-Packard und Sun Microsystems.

Gnome soll Standards entwickeln und eine gemeinsame grafische Benutzeroberfläche und verschiedene Programme speziell für Unternehmen auf den Markt bringen, die Windows von Microsoft Konkurrenz machen sollen.

Bisher schätzen besonders Technik-Spezialisten das offene Linux-Betriebssystem als kostenlose Alternative zu Windows. Die Nutzer können es selber ihren Bedürfnissen anpassen. Das System hat bei den Servern bereits einen Marktanteil von 24 %. Bei den PC am Arbeitsplatz und privat wird Linux dagegen kaum angewendet. Hier hält Microsofts Windows noch einen Anteil von 88 %. Auf weiteren 5 % der PC läuft das Betriebsprogramm von Apple Macintosh.

"Ich würde Linux noch nicht meiner Großmutter geben", sagt David L. Sifry, Technology-Chef bei Linuxcare. "Das Betriebssystem ist noch nicht nutzerfreundlich genug" Mit Gnome soll Linux nun auch den technisch weniger erfahrenden Endverbrauchern zugänglich werden. Und Sifry ist überzeugt, dass es bald so weit ist.

Sun Microsystem wird auf der Konferenz in San Jose ankündigen, die Benutzeroberfläche von Gnome für sein Solaris-Betriebssystem zu nutzen. Auch IBM will die Gnome-Version von Linux als Nutzeroption auf einem neuen tragbaren Computer anbieten.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin
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