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Nasdaq auf 52-Wochentief

Es war kein erfolgreicher Handelstag an der Wall Street. Der Nasdaq fiel auf den niedrigsten Stand seit 52 Wochen. Der Dow Jones Index ging ebenfalls mit Kursverlusten aus dem Rennen. Als Sorgenkinder des Tages präsentierten sich Computer- und computerverwandte Werte.



Aber auch Chipwerte wie Intel und Novellus zog es in die Tiefe. Der B2B-Sektor hatte ähnlich wenig zu feiern. Ariba, i2 Technologies und Commerce One notierten im negativen Terrain. Microsoft, Intel, Qualcomm und Ciena führten die Kursverluste an der US-Technologiebörse an.



Belastende Kommentare zu Computer- und computerverwandten Werten setzten den Sektor unter Druck und kosteten den Nasdaq Index Punkte. Das Börsenbarometer verlor seit dem Jahreshöchststand im März rund 46 Prozent an Wert.



Investmentbank Salomon Smith Barney äußerte sich skeptisch zu Apple. Die Nachfrage nach PCs gehe weiter zurück und die Lager der Händler seinen nach wie vor gut gefüllt. Die Analysten befürchten somit, dass die Umsatzvorgaben des Managements nicht erreicht werden. Apple, Compaq und Dell verloren an Wert.



Ebenfalls unter die Lupe nahmen die Experten Microsoft nahmen die Analysten ebenfalls unter die Lupe. Der Softwaregigant werde das für dieses Quartal prognostizierte Umsatzwachstum von 17 bis18 Prozent nicht erreichen können. Es sei noch zu früh, um wieder in Computerwerte einzusteigen, so die Analysten.



Nicht nur eine Reihe von Abstufungen, sondern auch belastende Konjunkturdaten trübten die Stimmung an den Märkten. Beherrschte bisher die Wall Street die Angst vor der Inflation, quält nun die Sorge vor einer harten Landung der US-Konjunktur die Anleger. Im Oktober gingen die Auftragseingänge langlebiger Güter gingen im Vergleich zum Vormonat um 5,5 Prozent zurück. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von einem Prozent gerechnet. Die Daten deuten auf eine stark abkühlende US-Wirtschaft, sondern rufen Befürchtungen wach, nach denen die Einnahmen und Gewinne der US-Unternehmen in Kürze sinken könnten. Nicht nur hohe Ölpreise, auch die rückläufige Auftragslage beunruhigen die Investoren zunehmend. Einziges Trostpflaster: Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass die US-Notenbank in näherer Zukunft die Leitzinsen senken könnte. Die Annahme machte die Finanztitel am Dienstag wieder attraktiv. Außer J.P. Morgan, die unter schlechten Nachrichten bei Chase Manhattan litten, gingen die Finanztitel mit Kursgewinnen in den Feierabend. American Express führt weiterhin die Liste der Dow-Gewinner an.



Negative Analystenkommentare von Deutsche Banc Alex Brown zu Chase Manhattan Bank belasteten am Dienstag auch J.P. Morgan. Die Deutsche Banc Alex Brown befürchtet, dass die Quartalsschätzungen von Chase enttäuschen könnten. Angeblich soll das so genannte "Private Portfolio of stocks", Aktienpositionen, die die Bank auf eigene Rechnung hält, deutlich an Wert verloren haben. Da J.P. Morgan von Chase übernommen wird, tendierten beide Werte durch diese Meldung schwächer.



Amazon

büßt an Wert ein, nachdem die Analysten von Banc of America Wachstumsbedenken äußerten. Der Umsatz des Onlinehändlers werde im kommenden Geschäftsjahr die Wachstumsrate von 40 Prozent nicht erreichen. Wolle Amazon in weitere Marktsegmente vordringen, wie zum Beispiel den Verkauf elektronischer Geräte über das Internet, werde der Buch- und CD-Händler mit hohen Markteintrittsbarrieren konfrontiert, so die Analysten.



Eastman Kodak gehört zu einem der größten Verlierer unter den Dow-Werten. Enttäuschende Umsatzzahlen drückten den Kurs. Die traditionelle Photo-Markt verzeichnet rückläufige Umsatzzahlen. Goldmann Sachs nimmt diese schwachen Wachstumsraten zum Anlass, die Aktie auch weiterhin nur mit "halten" einzustufen. Die Anleger trennten sich von der Aktie.

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