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Nasdaq blickt auf eine positive Woche

Die frühe Nasdaq Rally ist zwar gegen Mittag etwas abgeflacht, dennoch verbuchen die Technologieaktien noch Gewinne. Die Hoffung, schlechten Nachrichten seien wie bei Intel bereits im Kurs einiger Aktien enthalten, treiben den Markt an. Der Nasdaq Index, die am Dienstag ihren größten Tagesgewinn feierte, hat in dieser Woche zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder Punktgewinne einstreichen können.

Zum Wochenende sind die Arbeitsmarktdaten und Neues von der Präsidentschaftswahl der treibende Impuls der Anleger. Das Oberste Gericht im Bundesstaat Florida entscheidet heute über die Anträge, Briefwahlstimmen in zwei Bezirken in Florida zu annullieren. Sollten die Kläger Erfolg haben, könnte das dem Republikaner George W. Bush bis zu 5 000 Stimmen in Florida und damit den Gesamtsieg kosten. Weiter unklar ist aber noch, wann genau das Obersten Gericht das Urteil über Handauszählungen fällt.



Die Arbeitsmarktdaten deuten mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent auf eine langsame Konjunkturabkühlung. Es lässt sich keine wirkliche Entspannung aus den Daten ablesen, doch der Lohndruck ist mit einem leichten Anstieg auch nicht deutlich stiegen. Auf eine höhere Arbeitslosenquote hat die Wall Street schon seit längerem gewartet. Investoren hoffen, dass die US-Notenbank nun in naher Zukunft die Zinsen senken wird.



Intel

kann um zwölf Prozent zulegen, obwohl der größte Chiphersteller der Welt gestern nach Börsenschluss eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte. Das Unternehmen erwartet nun gegenüber dem vorhergehenden Quartal nur ein geringes Umsatzwachstum. Intel begründete die niedrigere Erwartung mit einer geringeren Nachfrage nach PCs.



Mit Intel steigen auch die Kurse der anderen großen US-Zugpferde wie Cisco Systems, und Microsoft und Oracle sowie der Konkurrenz Advanced Micro Devices und Micron Technology. Nur Sun Microsystems tendiert gegen den Trend schwach. Auch Computeraktien wie Dell, Hewlett-Packard und Gateway können sich erholen.



Der Lehman Brothers Staranalyst Dan Niles mahnt allerdings zur Vorsicht. Das Schlimmste haben die Computeraktien noch nicht überstanden. Auch Chiphersteller stehen noch weitere magere sechs Monate bevor. In dieser Zeit, so Niles, könnten die Hersteller ihre Lagerbestände abbauen.



Als Gewicht am Bein hängen heute dem Dow Jones die Pharmaaktien. Die Blue Chip Merck und Johnson & Johnson verlieren. Pfizer fällt, nachdem eine Studie belegt hat, dass Norvasc, ein Herzprodukt, für Patienten mit Bluthochdruck nicht eingesetzt werden soll.



Auch Coca-Cola kostet den Dow Punkte. Coca Enterprises, -Cola das Abfüllunternehmen des bekanntesten Limonadenherstellers der Welt, reduziert seine Gewinnprognosen. Das Unternehmen rechnet mit geringerer Nachfrage in Kanada und Nordamerika. Coca Enterprises-Cola füllt rund 74 Prozent der Coca Cola-Dosen und-Flaschen ab. Die Aktie verliert fast 14 Prozent an Wert.

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