Nasdaq Deutschland startet in sechs Monaten
Börsen Berlin und Bremen fusionieren

Ab Januar 2003 werden die Börsen Berlin und Bremen und die Nasdaq Europe gemeinsam mit Commerzbank und Dresdner Bank eine neue Handelsplattform in Deutschland etablieren. Unter dem Namen Nasdaq Deutschland sollen zunächst deutsche und internationale Wachstumswerte gehandelt werden.

vwd FRANKFURT. Wie die Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilten, sollen an dem Nasdaq Deutschland genannten Aktienmarkt ab Januar 2003 deutsche und internationale Standard- und Wachstumswerte gehandelt werden.

Die Trägergesellschaft soll den Angaben zufolge durch eine Kapitalaufstockung der Bremer Wertpapierbörse AG entstehen, an der die Berliner Börse und die Bremer Börse mit jeweils zehn Prozent, Dresdner Bank mit 15 Prozent sowie Comdirect Bank und Commerzbank mit jeweils 7,5 Prozent beteiligt sind. Den Löwenanteil wird mit 50 Prozent allerdings die Nasdaq haben. Die Trägergesellschaft soll den Angaben zufolge den Namen Nasdaq Deutschland AG tragen und ihren Verwaltungssitz in Berlin und Bremen haben.

Die Berliner und Bremer Wertpapierbörsen werden dazu fusionieren. Die Beteiligungsstruktur ist den Angaben zufolge offen für weitere Partner. Sowohl die Aufsichtsbehörde als auch die Börsenräte beider Börsen haben ihre grundsätzliche Zustimmung zu dem Propjekt gegeben. Vor diesem Hintergrund erwarten die Parteien einen baldigen Abschluss der Vereinbarung.

Die Beteiligungs-Struktur sei offen für weitere Partner, die sich an dem neuen Aktienmarkt beteiligen wollen, heißt es in einer Nasdaq-Mitteilung weiter. Zunächst werde der Handel mit den wichtigsten Aktien des Dax 100, Nemax 50, Nasdaq 100, EuroStoxx 50 und Dow 30 angestrebt. Mittelfristig sei eine Ausweitung des Handels auf rund 3000 Werte geplant. Darüber hinaus soll der neue Aktienmarkt Wachstums-Unternehmen aus allen Branchen eine "attraktive Plattform für Neuemissionen" bieten.

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