Nasdaq endet im Plus
Dow Jones kämpft mit dem Bären

Am Donnerstag kamen die Anleger noch mal mit dem Schrecken davon. Der Dow Jones Index konnte zu Handelsschluss die Verluste begrenzen. Positive Impulse erhielt die Wall Street diesmal von der Nasdaq. Massive Verluste an der Frankfurter Börse Der Neue Markt wird gerade beerdigt

dpa NEW YORK. Die US-Standardwerte haben am Donnerstag an der Wall Street eine dramatische Berg- und Talfahrt erlebt. Dies spiegelte sich in den anfänglichen Verlusten des Dow-Jones-Index von rund 381 Punkten wider, die sich bis zum Schluss auf unter 100 Punkte verringerten. Ähnliche Auf- und Abwärtsbewegungen gab es beim breiter gefassten Standard & Poor's 500-Index. Die Technologiebörse Nasdaq konnte sich hingegen deutlich erholen.

Es gab Gewinnwarnungen von Unternehmen und einen Rückschlag des Sammelindex amerikanischer Wirtschaftsindikatoren im Februar um 0,2 Prozent. Massenentlassungen beim Verbrauchsgüterriesen Procter & Gamble und bei der Investmentbank Charles Schwab drückten die Stimmung an der Wall Street ebenfalls.

Analysten machen Baissesignale aus

Der Dow-Jones-Index lag zuletzt mit 9 389,48 Punkten nur noch um 97,52 Punkte oder 1,03 Prozent niedriger. Das Börsenbarometer war im Tagesverlauf um mehr als 20 Prozent unter sein absolutes Hoch vom Januar 2000 gefallen, was von Analysten als Baissesignal gewertet wurde.

Der S&P 500-Index wies zuletzt nur noch einen geringen Verlust von 4,56 Zählern oder 0,41 Prozent auf und schloss mit 1 117,58 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index stieg um 67,47 Zähler oder 3,69 Prozent auf 1 897,70 Punkte.

Zu den Verlierern zählten der Paketzusteller UPS, Philip Morris. Wal-Mart, Citigroup, ExxonMobil, General Electric und viele andere Standardwerte. Vor allem Finanz-, Biotechwerte und Versorger wiesen Minuszeichen auf.

Einige Technologietitel deutlich im Plus

Positive Impulse erhielt die Wall Street von einigen Technologietiteln. Die Aktien von Microsoft gehörten zu den stark gehandelten Titeln, nachdem Goldman Sachs seine Gewinnprognosen für das Unternehmen gekürzt hatte. Der Titel kletterte dennoch um 7,87 % auf 54,00 $. Der Kurs des im Dow Jones gelisteten Speicherchipvertreibers Micron Technology stieg um 11,16% auf 46,70 $. Am Mittwoch hatte das Unternehmen nach Handelsschluss angekündigt, dass es ein leicht positives Ergebnis vorlegen werde, obwohl die Analysten einen Verlust erwartet hatten. Davon beflügelt kletterten auch die anderen Halbleiter-Werte nach oben. KLA Tencor gewannen 14,24% auf 45,63 $, Sun Microsystems legten um 2,27% auf 18,88 $ zu und Intel stiegen um 12,22% auf 28,69 $.

Die Aussage von Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina, wonach das Unternehmen die Pläne für das zweite Quartal zwar einhalten werde, während die Ganzjahreszahlen weiterhin im unklaren blieben, habe einen Schatten auf die Computer-Aktien geworfen, sagten Händler. Hewlett Packard konnten dennoch 5,68% auf 30,89 $ zulegen.

Nachdem das im Leitindex notierte Pharma-Unternehmen Applied Biosystems eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte, schlossen viele Biotechnologie-Werte im Minus. Amgen sanken um 0,90% auf 54,94 $ und Biomet verloren 2,06% auf 38,56 $. Lediglich MedImmune konnten gegen den Trend um 14,97% auf 32,44 $zulegen

30-jährige US-Staatsanleihen stiegen um einen drittel Punkt. Die Rendite der Langläufer schwächte sich von 5,28 Prozent auf 5,26 Prozent ab. Der Euro fiel auf 0,88800 Dollar gegenüber 0,89655 Dollar am Vortag. Ein Dollar kostete 2,2026 DM gegenüber 2,1822 DM am Mittwoch.

An der New Yorker Börse wurden bei lebhaftem Geschäft 1,73 Milliarden Aktien gehandelt. Es gab 779 Gewinner und 2 337 Verlierer. 191 Aktien gingen unverändert aus dem Markt.

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