Nasdaq-Erholung bleibt ohne Wirkung
Asiatische Leitbörse schließt schwach

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Dienstag schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte um 1,7 % ab. Zum Handelsschluss ging das fernöstliche Börsenbarometer mit einem Verlust von 221,49 Punkten bei 12 620,27 Punkten aus dem Markt.

dpa-afx TOKIO. Der marktbreitere Topix verlor 18,78 Punkte oder 1,5 % und schloss beim Stand von 1 263,65 Zählern. Es habe an positiven Impulsen aus dem Technologie-Sektor gemangelt, erklärten Händler. Die Erholung der New Yorker Nasdaq am Vortag habe offensichtlich keinen Einfluss auf den Tokioter Aktienmarkt gehabt.

Im Vorfeld der Geschäftsberichte einiger größerer US-amerikanischer Technologie-Unternehmen habe es am Markt Sorgen über die weitere Entwicklung an der Nasdaq gegeben, erklärten Experten. Das habe zu Gewinnmitnahmen und einem nervösen Handel geführt. Vor der Wahl des neuen Chefs der Liberaldemokratischen Partei Japans (LDP) Ende April würden sich zudem die Anleger damit zurückhalten, neue Positionen aufzubauen.

Die abwartende Haltung werde in der laufenden Woche die Stimmung an der Börse bestimmen, sagte Akira Nakamura, Händler bei Chuo Securities. Dabei dürfte seiner Meinung nach der Nikkei 225 in der Bandbreite zwischen 12 500 und 13 300 Punkten pendeln. Grundsätzlich werde der japanische Aktienmarkt in dieser Woche jedoch unter Druck stehen, fügte Nakmura hinzu. Grund dafür seien die immer noch anhaltenden Verkäufe aus Enttäuschung über das Konjunkturprogramm der japanischen Regierung. In Erwartung dieses Maßnahmenpaketes hätten viele Marktteilnehmer Aktien gekauft, die sie nun infolge des unbefriedigenden Inhalts des Konjunkturprogramms wieder los werden wollten.

Im Hochtechnologie-Sektor geht es bergab

Sollte der frühere Premierminister Ryutaro Hashimoto LDP-Präsident und damit erneut Regierungschef in Japan werden, könnte sich das negativ auf die Tokioter Börse auswirken, sagte Nakamura. Vor allem ausländische Investoren zweifelten daran, dass Hashimoto für neuen Wind in der japanischen Politik sorgen könne. Schnäppchenkäufe sollten jedoch den Abwärtstrend des japanischen Aktienmarktes begrenzen.

Im Hochtechnologie-Sektor ging es angesichts der Skepsis über die weitere Entwicklung an der Nasdaq bergab. Rohm sanken um 800 Yen auf 18 600 Yen und Kyocera um 410 Yen auf 10 190 Yen. Auch Microchip-Aktien gaben nach. Fujitsu verloren 23 Yen auf 1.556 Yen, NEC 21 Yen auf 1 895 Yen und Hitachi verbilligten sich um 13 Yen auf 1 040 Yen.

Verluste verbuchten ebenso Finanztitel. Die Branche leide unter der Senkung von Gewinnprognosen im Zusammehhang mit der Abschreibung fauler Kredite, sagte Nakamura. Mizuho Holdings büßten 25 000 Yen auf 645 000 Yen ein und UFJ Holdings sanken um 20 000 Yen auf 737 000 Yen. Dagegen konnten die Papiere von Öl-Unternehmen zulegen: Nippon Mitsubishi Oil stiegen um 62 Yen auf 705 Yen und Tonen General Sekiyu um 47 Yen auf 900 Yen.

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