Nasdaq-Future im Plus
Neuer Markt steht wieder auf

Der Neue Markt hat sich am Donnerstag bei umsatzschwachem und leblosen Handel knapp behauptet präsentiert und sich von den Tiefstständen des Tages deutlich entfernt. "Bei so dünnen Umsätzen sind die meisten Veränderungen zufallsbedingt", sagte ein Händler.

Reuters FRANKFURT. Am Nachmittag, wenn die amerikanischen Börsen wieder öffnen, werde voraussichtlich mehr Schwung in den Markt kommen, hieß es. In der Regel zeige erst der zweite Handelstag nach einer Zinssenkung die tatsächliche Tendenz der Kapitalmärkte, sagte ein Händler.



Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab bis zum frühen Nachmittag 0,43 % auf 1441 Punkte nach. Der Auswahlindex Nemax 50 konnte 0,64 % auf 1373 Zähler zulegen. Der Nasdaq-Future tendierte am frühen Nachmittag mit 8,5 Punkten im Plus und deutet damit auf eine gut behauptete Eröffnung der amerikanische Computerbörse hin.



Alle 50 Blue Chips des Marktes präsentierten sich bis zum Donnerstagnachmittag extrem umsatzschwach. Prozentual ragten die Papiere des Anlagenherstellers Steag HamaTech heraus, die sich um über 13 % auf 10,35 Euro verbilligten. Händler wollten die Bewegung angesichts von nur 27 000 auf Xetra gehandelten Stücken nicht kommentieren. Auch der mehr als achtprozentige Abschlag der Pandatel AG auf ein Jahrestief von 10,10 Euro habe bei 25 000 gehandelten Aktien keine große Aussagekraft.

Auf der Gewinnerseite präsentierten sich die Papiere des Chip-Händlers CE Consumer, die um 7,45 % auf 7,79 Euro zulegen konnten. Händler konnten keine fundamentalen Gründe für den Anstieg ausmachen. Charttechnisch habe die Aktie den seit Mitte Mai intakten kurzfristigen Abwärtstrend bei rund 7,40 Euro nach oben durchbrochen. Allerdings sei der nächste Widerstand bereits bei acht Euro in Sicht.

Insgesamt standen am Donnerstag im Nemax 50 35 Kursverlierer elf Kursgewinnern gegenüber. Vier Titel tendierten unverändert.

Am breiten Markt fielen die Papiere der Kabel New Media AG um mehr als 19 % auf ein neues Jahrestief von 1,12 Euro. Um ihr Portfolio vor dem Quartalsende zu bereinigen, verkauften Fonds teilweise auch ohne Preis-Limits nach unten, sagte ein Händler.

Dagegen stiegen die Anteilscheine des Fotodienstleisters Pixelnet um mehr als sechs Prozent auf 4,89 Euro. Am Vorabend hatte das Unternehmen mitgeteilt, eine Kooperation zur gemeinsamen Vermarktung mobiler und digitalphotographischer Dienste mit der Jamba AG geschlossen zu haben.

Um rund zehn Prozent legten die Titel der angeschlagenen Lipro AG zu. Das Berliner Unternehmen hatte zuvor ein Sanierungskonzept vorgelegt. Allerdings müssten die Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2001 auf Grund ernsthafter Liquiditätsschwierigkeiten angepasst werden, hieß es. Bei überdurchschnittlich hohen Umsätzen würden in erster Linie private Anleger bei Lipro einsteigen, sagte ein Händler.



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