Nasdaq gewann 2 %
US-Börsen schlossen mit festen Kursen

Aktien an der New York Stock Exchange (NYSE) sind am Freitag fest ins Wochenende gegangen. Der Industriewerteindex Dow Jones stieg bis Handelsschluss um 1,10 % auf 10.810,05 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index gewann 2,01 % auf 2.075,83 Punkte. Der marktbreitere S&P 500-Index kletterte um 1,50 % auf 1.253,07 Punkte.

dpa-afx NEW YORK. An der Börse schlossen insbesondere Titel im Technologie- und Telekomsektor fester. Lucent legten 2,75 % auf 10,83 $ zu. Dem waren Spekulationen um eine mögliche Fusion mit der französischen Alcatel vorangegangen. Die Aktie des Marktschwergewichts International Business Machines (IBM) stieg 2,22 % auf 116,20 $, nachdem der Konzern einen Durchbruch in der Chiptechnologie mitgeteilt hatte. Besser schlossen auch Cisco mit einem Plus von 2,56 % bei 15,60 $. Deutlich fester, mit einem Plus von 7,14 % bei 59,88 $ notierten die Titel des Biotechnologiekonzerns Amgen nach Vorlage über den Markterwartungen liegender Quartalszahlen bei einem allerdings verhalteneren Geschäftsausblick für das Gesamtjahr 2001.

Microsoft dagegen verzeichneten ein Minus von 2,91 % auf 67,12 %, während der Konkurrent Ciena 3,57 % auf 50,29 $ einbüßte. Zu den Tagesverlierern zählte auch der Telekomausrüster Corvis. Die Titel brachen nach der Zurückstufung durch die Investmentbank Salomon Smith Barney 18,88 % auf 6,40 $ ein. Einen Kursverlust von 2,35 % auf 57,36 $ verzeichneten Clear Channel, nachdem der Medienkonzern eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte.

Bei Umsätzen von rund 1,08 Milliarden Aktien schlossen an der Wall Street 2000 Titel fester, 1007 schwächer und 234 unverändert. An der Nasdaq wurden rund 1,78 Milliarden Titel gehandelt. Dabei standen 2401 Kursgewinnern 1413 Verlierer gegenüber, 395 Titel schlossen unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 1-10/32 leichter und brachten eine Rendite von rund 5,80 Prozent.

Grund für die guten Kurse: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA ist im ersten Quartal 2001 um 2,0% im Vorjahresvergleich gestiegen. Im vierten Quartal 2000 sei das US-BIP um 1,0% und im ersten Quartal 2000 um 4,8% gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. In einer vom Finanzdienstleister "Briefing.com" durchgeführten Konsens-Prognose hatten US-Volkswirte das BIP-Wachstum im Berichtszeitraum auf lediglich 0,9% veranschlagt.

Die Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan ist im April auf 88,4 Punkte gefallen. Im März sei der Index noch bei 91,5 Zählern ermittelt worden, teilte die Universität von Michigan am Freitag in New York mit. Die vorläufigen Zahlen hätten eigentlich auf einen Fall auf 87,8 Punkten hingewiesen, hieß es.

"Meiner Auffassung nach wurden die BIP-Zahlen als klarer Hinweis gedeutet, das wir uns nicht in einer Rezession befinden", sagte Bill Cheney, Chefökonom bei John Hancock Financial Services.

Marktteilnehmer rechnen eigenen Angaben zufolge trotz der unerwartet gut ausgefallenen Konjunkturdaten mit einer weiteren Senkung der Leitzinsen in den USA. "Die nächsten Quartale werden ein niedrigeres Wachstum ausweisen. Ich halte deshalb eine weitere Zinssenkung für wahrscheinlich", sagte Howard Kornblue vom Investmenthaus ING Pilgrim. Die nächste Sitzung des für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed ist für den 15. Mai anberaumt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%