Nasdaq im Minus
Dow Jones im Plus

Trotz vorbörslich schwacher Futures liegt der Dow Jones Index zum Wochenauftakt im Plus, während der Nasdaq Composite Punkte verliert. Zu den Gewinnern im Index der 30 Standartwerte gehört General Electric. Das Unternehmen wurde von dem Brokerhaus Bear Stearns zum Kauf empfohlen.

NEW YORK. Nach überwiegend positiven Quartalszahlen, entwickeln sich in den ersten Handelsminuten ebenfalls die Aktien von Finanzwerten freundlich. Sowohl die Bank of America als auch die Citigroup konnten im abgelaufenen Quartal die Erwartungen des Marktes übertreffen. Die Aktien von Merrill Lynch werden von Bear Stearns mit einem Kursziel von 65 Dollar weiterhin mit attraktiv eingestuft.

Kaum beeindruckt zeigen sich Marktteilnehmer von der Übernahme des Bankhauses Wachovia durch First Union. Die sechstgrößte US-Bank wird für 13,4 Mrd. Dollar in Aktien den kleineren Konkurrenten Wachovia schlucken. Die Analysten von UBS Warburg stufen die Aktien von First Union von kaufen auf halten ab. Die Aktien von Wachovia tendieren aufgrund der geringen Übernahmeprämie ebenfalls schwächer.

Ein Ergebnis leicht über den Erwartungen des Marktes konnte vor Börseneröffnung der Pharmakonzern Eli Lilly melden. Das Management hat zudem die Prognosen für das zweite Quartal angehoben. Da im August das Patent auf das Psychopharmaka Prozac ausläuft, droht das Wettbewerbsumfeld jedoch schwieriger zu werden.

Unter Beschuß gerät zum Wochenauftakt die Aktie von Gillette . Die Analysten von UBS Warburg stufen den Wert von aggressiv kaufen auf halten ab. Die Gewinnaussichten für 2001 und 2002 werden gleichzeitig reduziert. Neben dem festen US-Dollar machen sich auch sinkende Marktanteile bei dem Batteriehersteller Duracell belastend bemerkbar.

Unter Abgabedruck geraten zum Wochenauftakt in erster Linie die Hightechs. Chipwerte, die zu den größten Gewinnern der vergangenen Woche gehörten, leiden unter Gewinnmitnahmen. Vor allem negative Kommentare von Morgan Stanley wirken sich belastend aus. Die Analysten reduzieren die Gewinnerwartungen von Intel und stufen die Aktien von Xilinx auf halten ab. Das Kursziel der Aktie sinkt von 70 Dollar auf 60 Dollar. Die Investmentbank reduziert ebenfalls die Empfehlung von Juniper Networks von überdurchschnittlicher Marktperformer auf halten. Die Aktie, die am Wochenende auch bei dem Finanzmagazin Barron?s unter Beschuss geraten ist, tendiert schwächer. Bei ING Barings wird die Kaufempfehlung bestätigt, was sich auf den Aktienkurs in den ersten Minuten nicht sonderlich stützend ausgewirkt hat.

Nichts Gutes hat Morgan Stanley auch zu Broadcom zu sagen. Die Gewinnaussichten des Unternehmens werden erneut nach unten revidiert und liegen nun erheblich unter den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes. Morgan Stanley vermutet, dass Broadcom weitere Ertragseinbrüche drohen.

Investoren hoffen, dass mit dem Ende der Frist für Steuerzahlungen an diesem Montag der Verkaufsdruck an der Wall Street nachlassen wird. Ein positiver Indikator für bessere Zeiten sind die anhaltenden Kapitalzuflüsse in Aktienfonds. Laut des Investmenthauses Mutual Funds Trim Tabs sind in der Woche 3,6 Mrd. Dollar in die Kassen amerikanischer Aktienfonds geflossen. Obwohl der Bärenmarkt nun schon seit über einem Jahr tobt, scheinen US Investoren die Hoffnung noch nicht aufzugeben.

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