Nasdaq im Minus
US-Börsen schließen kaum verändert

Gewinnmitnahmen haben am Freitag einen großen Teil der im Tagesverlauf erzielten Kurssteigerungen der US-Börsen aufgezehrt und Technologiewerte deutlich ins Minus gedrückt. Zuvor hatten die Übernahmeofferte des Softwarekonzerns Oracle für den Konkurrenten Peoplesoft, solide US-Arbeitsmarktdaten und der ermutigende Ausblick des weltgrößten Chip-Herstellers Intel die Investoren zu Käufen angeregt.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,24 Prozent höher mit rund 9062 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,24 Prozent auf etwa 987 Zähler und der Index der US-Technologiebörse Nasdaq 1,13 Prozent auf 1627 Punkte.

Vor Börsenbeginn hatte der weltweit zweitgrößte Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Oracle ein Kaufangebot über 5,1 Milliarden Dollar für den Wettbewerber Peoplesoft bekannt gegeben. "Das ist die große Nachricht des Tages", sagte Brian Pears, Händler bei bei Victory Capital Management. "Was Oracle und Peoplesoft angeht: Ob man das Geschäft nun mag oder nicht, wenn es sich ein Unternehmen erlauben kann, so aggressiv zu sein, ein feindliches Übernahmeangebot zu machen, dann gibt es in der Informationstechnologie-Branche mehr Vertrauen als bislang gedacht."

Oracle-Titel drehten nach anfänglichen Kursgewinnen ins Minus und notierten über zwei Prozent schwächer mit 13,09 Dollar. Peoplesoft-Papiere dagegen gewannen knapp 18 Prozent auf 17,82 Dollar. "Es gibt zahlreiche Gewinnmitnahmen. Der S&P hat erstmals seit neun Monaten die Marke von 1000 Zählern übersprungen und der Nasdaq hat am Morgen kräftig zugelegt", sagte James Park von Brean Murray.

Erneut nährten zufrieden stellende Daten den Konjunkturoptimismus der Investoren. "Die Arbeitsmarktdaten für Mai haben den Erwartungen entsprochen", sagte Pears. Eine Stunde vor Börsenbeginn veröffentlichte Zahlen weisen Analysten zufolge auf eine allmähliche Stabilisierung des US-Arbeitsmarktes hin. So stieg zwar die Arbeitslosenquote im Mai wie von Analysten vorausgesagt auf 6,1 Prozent, den höchsten Stand sei fast neun Jahren. Zugleich ging aber die Beschäftigtenzahl weniger stark zurück als von Volkswirten erwartet.

Intel-Aktien verloren nach kräftigen Gewinnen im Tagesverlauf 0,37 Prozent auf 21,76 Dollar. Der weltweit größte Chip-Hersteller hatte am Donnerstag nach Börsenschluss die Spanne seiner Umsatzprognose für das laufende Geschäftsquartal verengt, wobei der Mittelwert sich im Vergleich zum früheren Ausblick nicht änderte. Zugleich hatte sich der Konzern erfreut zur Geschäftsentwicklung im Bereich Mikroprozessoren geäußert.

Unterstützung erhielt der Dow-Jones-Index durch McDonald's. Die Aktien der weltgrößten Schnellrestaurantkette gewannen 9,23 Prozent auf 21,06 Dollar. Der Konzern hatte zuvor berichtet, bei unveränderter Verkaufsfläche sei der Umsatz im Mai gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,83 Milliarden Aktien den Besitzer. 1641 Werte legten zu, 1653 gaben nach und 180 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,95 Milliarden Aktien 1480 im Plus, 1750 im Minus und drei unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert mit 102-11/32 Punkte und rentierten mit 3,344 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 9/32 auf 115-21/32 Zähler. Sie rentierten mit 4,391 Prozent.

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