Nasdaq im Plus - Dow Jones gibt nach
US-Börsen schließen uneinheitlich

Das überraschend starke Auftragsplus des US-Technologiekonzerns Applied Materials sowie der Anstieg der US-Industrieproduktion im April haben an den US-Börsen am Mittwoch Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung gestärkt und die Technologiewerte gestützt.

Reuters NEW YORK. Das überraschend starke Auftragsplus des US-Technologiekonzerns Applied Materials sowie der Anstieg der US-Industrieproduktion im April haben an den US-Börsen am Mittwoch Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung gestärkt und die Technologiewerte gestützt. Die Investoren seien jedoch unsicher, ob sich die Kursgewinne längere Zeit halten könnten, kommentierten Händler die Verluste bei den Standardwerten.

Der Nasdaq-Index notierte zum Schluss 0,38 % höher auf 1725,56 Zählern, nachdem er zuvor jedoch ein Tageshoch bei 1759,33 Punkten erreicht hatte. Der Standardwerte-Index Dow-Jones gab dagegen 0,53 % nach auf 10 243,82 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,57 % auf 1091,07 Punkte.

"Der Gedanke keimt auf, dass wir das Schlimmste hinter uns haben, und vielleicht ist es an der Zeit, gezielt auszuwählen und zu investieren - aber nicht zu viel", sagte Jeff Kleintop, Chefinvestment-Stratege bei PNC Advisors. "Ich bin immer noch sehr skeptisch", sagte Ned Collins, Leiter des Handelsbereiches bei Daiwa Securities America. "Ich denke, die Bewertung all dieser Aktien ist zu hoch. Wir haben einfach keinen billigen Markt, in dem wir eine Kursrallye starten könnten, die den Markt vorantreibt."

Der Aktienkurs von Applied Materials legte 0,41 % auf 26,75 Dollar zu. Das Unternehmen hatte am Dienstagabend ein besser als erwartet ausgefallenes Quartalsergebnis vorgelegt und einen optimistischen Ausblick gegeben. Die Aktie hatte bereits im Vorfeld der Veröffentlichung stark zugelegt. Auch andere Technologietitel setzten die Erholung der Vortage fort. So rückten Cisco-Titel um 0,65 % auf 16,56 Dollar vor, Oracle um rund 4,3 % auf 9,19 Dollar und Intel um 0,3 % auf 30,24 Dollar.

Der Aktienkurs des Computerkonzerns IBM fiel im Vorfeld einer Analystenkonferenz um 1,15 % auf 84,50 Dollar. Von dem ersten Zusammentreffen des neuen Chief Executive von IBM, Sam Palmisano, seit seinem Amtsantritt am 1. März erhofften sich die Anleger neue Hinweise über die Ertragsentwicklung des Unternehmens, sagten Händler. Die Anleger wollten außerdem wissen, ob es weitere Anzeichen für eine Erholung der Investitionen im Technologiebereich gebe.

Bei den Blue Chips verloren die Titel des Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard 5,6 % auf 19,35 Dollar. Das Unternehmen hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss einen Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal mitgeteilt. Der Konzern sehe außerdem keine wesentliche Verbesserung bei den Technologieinvestitionen vor 2003.

Die am Mittwoch veröffentlichten US-Konjunkturdaten bestätigten, dass die US-Konjunktur auf dem Weg der Erholung sei, sagten Händler. Die US-Industrieproduktion stieg im April vor allem wegen einer höheren Nachfrage nach Automobilen den vierten Monat in Folge. Die US-Verbraucherpreise kletterten saisonbereinigt im April im Vergleich zum Vormonat um 0,5 % und verzeichneten damit den stärksten Zuwachs seit Mai vergangenen Jahres. Volkswirte rechnen trotz des jüngsten Anstiegs der Verbraucherpreise nicht mit Inflationsgefahren für die US-Wirtschaft. Daher erwarten die Analysten auch keine baldige Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank (Fed).

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,41 Mrd. Aktien den Besitzer. 1694 Werte legten zu, 1497 gaben nach und 211 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,23 Mrd. Aktien 1814 im Plus, 1685 im Minus und 263 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 97-08/32. Sie rentierten mit 5,235 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 9/32 auf 95-01/32 und hatten eine Rendite von 5,73 %.

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