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Nasdaq im Plus, Dow Jones im Minus

Die Wall Street sang zum Wochenende den Blues. Der Dow Jones Index verlor 0,57 Prozent und verschwand mit 10817 Zählern ins Wochenende. Der Markt hat die Konjunkturdaten für den Oktober negativ aufgefasst. Besser schlug sich dagegen der Nasdaq Index, der auf 3451 Punkten mit 0,66 Prozent Zuwachs schloss. Rosige Zukunftsaussichten bei Qualcomm sorgen für Punktgewinne. Auch Oracle zählt zu den Gewinnern des Segments.

Die US-Arbeitslosenzahl ist nicht wie prognostiziert gestiegen, sondern liegt wie im Vormonat auf dem 30-Jahrestief von 3,9 Prozent. Der Anstieg des durchschnittlichen Arbeitslohns ist um 0,2 Prozent auf 0,4 Prozent angewachsen. Da höhere Löhne, ein Indikator für Inflation sind, bringen die Zahlen die Börsianer aus dem Konzept. Investoren verkauften vor allem Finanzaktien, da es nun unwahrscheinlich wird, dass die US-Notenbank die Zinsen senkt.



Als Nasdaq Sieger stellte sich Qualcomm heraus. Qualcomms Zukunftsaussichten stimmten Investoren positiv. Das Unternehmen erwartet einen Absatz von rund 14 Millionen CDMA-Chips, drei Millionen mehr als im abgelaufenen Quartal. Der Wert gewann über zwölf Prozent.



Auch Oracle befand sich unter den Technologie-Gewinnern. Spekulationen, nach denen der CFO und der Geschäftsführer gekündigt haben sollten, hatten die Aktie am Donnerstag unter Druck gesetzt. Die Nachricht erwies sich als falsch. Lehman Brothers empfahl Oracle daraufhin zum Kauf. Der Einstiegspreis sei günstig hieß es. Dennoch konnte die Aktie Verlust von 5,8 Prozent mit dem dreiprozentigen Gewinn am Freitag nicht wettmachen.



Auf den Chipsektor wirkten sich die pessimistischen Zukunftsprognosen von Kulicke & Soffa aus belastend aus. Der größte US-Hersteller von Zubehör für die Chipmontage wird die Umsatzerwartungen für das vierte Quartal nicht erfüllen können. Das Unternehmen begründete die enttäuschende Umsatzentwicklung damit, dass ein Teil der Großkunden sowohl eine Reihe bereits erteilter als auch neuer Aufträge verschoben hat. Intel fand sich unter den Nasdaq Verlierern.



Marktteilnehmer behaupteten, den Pharmasektor belastete am Freitag ein Fauxpas George W. Bushs. Wie jetzt erst herauskam, wurde der Präsidentschaftskandidat im Jahre 1976 mit Alkohol am Steuer erwischt. Daher steht seine von Umfrageinstituten ermittelte Führung im Präsidentschaftsrennen auf dem Spiel. Investoren nahmen sich das Delikt zu Herzen und verkauften ihre Pharma- und Microsoftaktien. Die Wall Street befürchtet befürchtet nämlich, dass Microsoft und große Pharmakonzerne unter einer Präsidentschaft von Gore Nachteile hätten.

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