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Nasdaq Index unter 2000er Marke

Der Nasdaq Index notiert erstmals seit über zwei Jahren unter der Marke von 2000 Punkten. Der Markt hat die schlechten Nachrichten von Freitag noch nicht verdaut. Intels Umsatzwarnung und unerfreuliche Arbeitsmarktdaten stecken dem Markt am Morgen noch immer in den Knochen. Die erhoffte Senkung der US-Leitzinsen rückt aufgrund der Wirtschaftsdaten in die Ferne. Doch vor allem die Entlassungen bei Cisco drücken die Stimmung auf dem Parkett.

Denn der weltgrößte Netzwerkausstatter scheint stärker unter der wirtschaftlichen Abkühlung zu leiden als bisher erwartet. Am Freitag hatte der weltgrößte Netzwerkausstatter die Entlassung von 5000 Mitarbeitern angekündigt. Die schlechte Nachricht bei Cisco setzt den gesamten Sektor der Netzwerkausstatter und Hersteller von Glasfaseroptik am Morgen unter Druck. Neben Cisco und Juniper Netzworks verliert auch Ciena und JDS Uniphase an Wert. Die Sorge um weiterhin sinkende Geschäftsergebnisse belasten die Märkte.



Unter Druck gerät zum Wochenauftakt der Mediensektor. Credit Suisse First Boston reduziert die Gewinnerwartungen und Kursziele für die Unterhaltungskonzerne Walt Disney und Viacom. Als Begründung nennen die Analysten rückläufige Werbeeinnahmen. Walt Disney leide unter der sinkenden Einschaltquote und damit geringeren Werbeeinnahmen ihrer lukrativsten Spielshow "Who wants to be a millionaire". Das Kursziel reduzieren sie auf 45 Dollar auf Jahressicht Viacom machten die sinkende Werbeausgaben der Werbekunden ebenfalls zu schaffen. Das Kursziel reduzieren die Experten auf 65 Dollar.



Auch gute Nachrichten helfen Computerwert IBM am Morgen nicht ins Plus. Big Blue wird vorausichtlich bald mit Sony zusammenarbeiten. Gemeinsam mit IBM´s Partner Toshiba wollen die drei Unternehmen neue Chiptechnologien entwickeln. In den nächsten fünf Jahren dürften über 400 Millionen Dollar in das Projekt investiert werden. Synergieeffekte sollten die Kosten der Kooperation möglichst gering halten. IBM gehört neben Microsoft im frühen Handel zu den größten Dow Jones Verlierern.



Auch Microsofts gute Nachrichten retten den Wert heute nicht. Der Softwaregigant wird künftig mit Onlineauktionator Ebay zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen beide Unternehmen Technologie und Service weiter ausbauen. Goldman Sachs bestätigt Ebay auf der Empfehlungsliste. Vom 2. bis 4. April hält Goldman die jährliche Internet New Media and e-Commerce Konferenz in Las Vegas ab. Neben Meg Whitman von Ebay werden Bob Pittman von AOL Time Warner, Jeff Bezos von Amazon und Jerry Yang von Yahoo als Redner erwartet.



Northwest

Airlines verliert ebenfalls an Wert. Die Fluggesellschaft hat sich immer noch nicht mit den Gewerkschaften verständigt. Die viertgrößte US-Fluggesellschaft hätte sich bis gestern mit dem technischen Personal über Löhnen und Rentenzahlungen einigen müssen. Mit einem Streik der Mechaniker ist jedoch in den kommenden zwei Monaten nicht zu rechnen. Die Aktie hat seit Jahresanfang ein Viertel an Wert verloren.



Für Spannung sorgt auf dem Flugsektor am Morgen der anstehende Gerichtsentscheid über die Zukunft von der Fluggesellschaft TWA. Darf die angeschlagene Gesellschaft nun von American Airlines gekauft werden? In der vergangenen Woche hatte American Airlines das Angebot auf 4,2 Milliarden Dollar erhöht. Der Richter hatte bereits am Freitag angedeutet, dass er zu einem Schiedsspruch zu Gunsten von American Airlines neigt.

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