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Nasdaq kann sich nicht erholen

Für den Technologiemarkt geht es bis zum Mittag weiter in die Tiefe. Die Verkäufe hielten sich jedoch noch im Rahmen. An der Wall Street dagegen greifen Investoren zu. Der Dow Jones Index klettert bis Mittag etwas nach oben. Doch grundsätzlich zeigt sich der Markt als sehr volatil. Befürchtungen über eine abkühlende Wirtschaft, schwindende Gewinne von Unternehmen und die nach wie vor nicht geklärte Präsidentenwahl lassen Investoren vorsichtig werden.

Wunder wirken könnten eine Senkung der Zinsen. Doch die ist nach der Bekanntmachung der US-Notenbanken nicht geplant. Sie scheinen auch nach den gestrigen Wirtschaftsdaten nicht gewillt, die Leitzinsen zu senken. Wie von den Chefs der Notenbanken in Chicago und San Francisco zu hören war, sei das Risiko steigender Inflation noch nicht gebannt. Die niedrige Arbeitslosenquote und die immer noch hohen Energiepreise wiesen darauf hin, dass nach wie vor Inflationsgefahr bestehe.



Das US-Bruttoinlandsprodukts stieg im dritten Quartal um 2,4 Prozent. Die Daten nehmen den Anlegern zwar die Angst vor einer harten Landung der US-Wirtschaft. Allerdings senkt die nur geringe Revidierung zum Vorquartal die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Fed ihre Haltung zu einer Zinsanhebung auf neutral zurücknehmen wird. Eine Senkung der US-Leitzinsen rückt damit in die Ferne.



Behaupten kann sich bis zum Mittag vor allem der Pharmasektor. Kräftige Unterstützung erhielten die Werte am Morgen von Goldman Sachs. Die Aktien haben sich in dem schwierigen Umfeld an der Wall Street in den vergangenen zwölf Monaten gut geschlagen. Der einzige Haken ist der Druck von Krankenversicherungen und die zunehmende Konkurrenz durch die Biotech-Industrie. Eli Lilly, Merck, Schering-Plough und Bristol-Myers tendieren stärker.



Anleger investieren heute in defensive Werte. Auch Finanzwerte erleben einen guten Tag. Nur J.P. Morgan kostet den Dow Jones Index Punkte.



Zum schwächsten Sektor zählen die Ölunternehmen. Exxon Mobil steht auf dem Verliererplatz des Dow Jones Indexes. ABN Amro hat den Ölkonzern herabgestuft. Auf der Nasdaq Verliererseite stehen Ciena, Microsoft und Veritas.



Gewinnen dagegen können Cisco, Nextel und Intel. Broadcom erholt sich noch von Verlusten, die der Chiphersteller am Montag hinnehmen musste. Morgan Stanley hat Broadcom auf "aggressiv kaufen" hochgestuft. Eine Analystenkollege aus dem Hause Merrill Lynch rät jedoch, den gesamten Bereich der Kommunikationschips, vorsichtig zu behandeln. Dazu gehören neben Broadcom, Vitesse Semiconductor, Applied Micro Circuits, Transwitch und PMC Sierra.



Mit acht Prozent nach oben geht es dagegen für ADC Telecommunications. Der Hersteller von Mobiltelefonzubehör meldete ein Ergebnis, das die Schätzungen der Analysten leicht übertraf. ADC verdiente im vergangenen Jahr 18 Cents pro Aktie. Experten hatten einen Cent weniger vermutet.



Boeing

kann sich nach einem schwachen Start auf die Seite der Dow Jones Gewinner schlagen. Der größte Flugzeugbauer der Welt hat zwar Aufträge der australischen Airline Quantas an den Konkurrenten Airbus verloren. Doch Prudential Securities sieht keinen Grund zur Besorgnis. Für das laufende Quartal sind die Analysten positiv gestimmt. Die Auftragslage für Flugzeuge sei robust, das fundamentale Umfeld solide und die Aussichten positiv.

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