Archiv
Nasdaq kurzzeitig im Plus

Der Nasdaq Index schaffte es kurzzeitig in die Gewinnzone. Kursgewinne bei Microsoft und Sun Microsystems halten das Börsenbarometer im Plus. Doch die Freude hielt nicht lange. Dann gaben die Kursverluste bei Cisco Systems, Siebel Systems und Veritas wieder die Richtung des High-Tech-Index vor.

Mit verhaltenen Quartalsprognosen trübt Netzausrüster Cisco Systems zur Wochenmitte die Stimmung im Netzwerksektor. Auch der Dow Jones notiert im Minus. Hier sind vor allem die Aktien von Procter & Gamble, IBM und General Electric die größten Verlierer. Zum Ausgleich gewinnen Wal-Mart, Home Depot und Exxon an Punkten dazu.

Tagesthema sind am Mittwoch die verhaltenen Prognosen von Cisco Systems. Auch zur Mittagsstunde gehören Aktien von Cisco Systems zu den am meisten gehandelten Papieren. Der Nachfrage nach Netzausrüstung habe zwar in den USA die Talsohle erreicht, sagte Cisco-Chef John Chambers, dafür sei die Nachfragesituation in Europa und Asien weiterhin schlecht. Der Umsatz im laufenden Quartal werde unverändert oder fünf Prozent niedriger als im vergangenen Vierteljahr ausfallen. Damit könnte Cisco Systems die Quartalsprognosen verfehlen. Das Brokerhaus Lehman Brothers senkt die Gewinnaussichten für 2002, behält aber die Kaufempfehlung bei. Credit Suisse First Boston schätzt die Lagerbestände als nach wie vor bedenklich hoch ein und geht von einem anhaltenden Preisdruck für die Produkte aus. Cisco verliert 3,7 Prozent an Wert. Die Aktie von Juniper Networks büßt 4,2 Prozent ein. PMC-Sierra kann sich von vorbörslichen Verlusten um 4,5 Prozent ins Plus vorarbeiten.

Einen Teil der Verluste gleichen die Punktgewinne bei Microsoft aus. Die Aktie erhält Unterstützung vom Brokerhaus Salomon Smith Barney. Die Analysten bestätigen das Papier mit "Outperformer", nachdem die Anwälte des Softwaregiganten nun eine neue Strategie fahren, um das Ende des Prozesses wegen Verletzung von Wettbewerbsrechten herauszuzögern. Microsoft könnte seine neue Betriebssoftware Windows XP somit im Oktober ohne Probleme auf den Markt bringen. Die Aktie gewinnt 0,6 Prozent.

Schwächer notieren dagegen die Papiere im Mobilfunksektor. Der Bereich werde weiterhin unter sinkenden Kundenzahlen zu leiden haben, lautet der unerfreuliche Kommentar des Brokerhauses Merrill Lynch zum europäischen Mobilfunkbereich. Auch amerikanische Werte wie AT&T Wireless geraten unter Druck. Der Dow Jones profitiert von Kursgewinnen von Einzelhandelswerten. Wal-Mart führt die Gewinnerliste des Börsenbarometers an, nachdem das Brokerhaus Goldman Sachs mit zuversichtlichen Prognosen für positive Impulse sorgte. Nach der Welle von Entlassungen könnten die für die Erholung der US-Wirtschaft so wichtigen Konsumentenausgaben sinken, befürchten viele Marktteilnehmer. "The consumer is fine", sagen sie, dem Verbraucher geht´s gut. Die Konsumentendaten dürften künftig auch weiterhin zufriedenstellend ausfallen. Die Entwicklung der Löhne, die Steuerpolitik der Bush-Regierung und die sinkenden Energiepreise könnten den positiven Trend verstärken. Das Papier von Wal-Mart empfehlen die Experten mit "Market Outperformer". Die Aktie von Kmart setzten sie auf "Market Performer". Wal-Mart macht am Mittwoch 0,8 Prozent gut, Kmart gewinnt ein Prozent, Home Depot verteuert sich um 0,16 Prozent.

Ebenfalls stärker notieren heute die Aktien der Restaurantindustrie. Applebee´s, und Brinkler gewinnen an Wert. Die Aktie von McDonald´s, der weltgrößten Restaurantkette, pendelt zur Stunde um den Vortagesschlussstand.

Die Aktie von Schering-Plough gewinnt gegen den negativen Markttrend an Wert, nachdem der Pharmakonzern von der US-Gesundheitsbehörde die Marktzulassung für ein Medikament zur Behandlung von Hepatitis C erhalten hat. Emulex verliert über drei Prozent, nachdem der Netzausrüster im vierten Quartal einen Verlust von 31,3 Millionen Dollar auswies. Bleiben Sonderbelastungen unberücksichtigt, erwirtschaftete Emulex einen Gewinn von elf Cents pro Aktie und konnte die Analystenerwartungen leicht übertreffen. Dennoch reduziert das Unternehmen die Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr 2002. Das Investmentteam von US Bancorp Piper Jaffray senkte die Gewinnerwartung für 2002 von 55 auf 40 Cents pro Aktie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%