Nasdaq mit dickem Plus
Hoffnung auf bessere Bilanzen treibt Wall Street an

Hoffnungen auf eine Erholung der Unternehmensgewinne nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen des Mobilfunkkonzerns Nokia und der Prognose des Computerunternehmens Dell haben nach Händlerangaben die Kurse an der Wall Street am Donnerstag angetrieben.

Reuters NEW YORK. "Der Markt sieht langsam Licht am Ende des Tunnels", sagte Peter Cardillo, Director of Research bei Westfalia Investments. "Einige Bilanzen waren günstig, zum Beispiel Nokia." Der Kursaufschwung sei auch durch die Quartalszahlen des Softwareherstellers SAP AG und eine Reihe von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten unterstützt worden, sagten Börsianer.

Der Dow-Jones-Index kletterte bis 18.10 Uhr MESZ um 0,45 Prozent auf 10.618,30 Punkte, während der technologielastige Nasdaq-Index um 2,29 Prozent auf 2062,35 Punkte kräftiger zulegen konnte.

Die auch an der New Yorker Börse gelisteten Nokia -Titel legten im Verlauf um 16,24 Prozent auf 19,76 Dollar zu und gehörten zu den am meisten gehandelten Werten an der New Yorker Aktienbörse. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen hatte trotz eines Gewinnrückgangs im zweiten Quartal die Erwartungen von Analysten leicht übertroffen.

Der weltgrößte Computerhersteller Dell sieht sich nach eigenen Angaben bei Umsatz und Gewinn im am 3. August zu Ende gehenden zweiten Quartal im Plan. Der prognostizierte Gewinn von 16 Cents würde die Erwartungen der Analysten treffen. Die Aktie legte daraufhin 3,75 Prozent auf 28,21 Dollar zu.

Die auch in New York gelisteten Titel der SAP AG sprangen um zehn Prozent höher auf 34,30 Dollar. SAP hatte mitgeteilt, im zweiten Quartal 2001 sei der Konzerngewinn um 78 Prozent auf 206 Millionen Euro gestiegen.

Bei den Blue Chips gewannen Philipp Morris 1,25 Prozent auf 46,05 Dollar. Der Tabakkonzern hatte über einen Gewinnanstieg von 5,4 Prozent berichtet. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr lag jedoch am unteren Ende der vom Unternehmen genannten Spanne.

Die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten hätten die optimistische Stimmung der Marktteilnehmer unterstützt, sagten Händler. Die Zahl der Erstanträge ging nach Angaben des US-Arbeitsministeriums auf US-Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 14. Juli 2001 auf 414.000 von 449.000 zurück. Das US-Handelsministerium teilte mit, das Defizit in der US-Handelsbilanz sei im Mai auf 28,34 von 31,99 Milliarden Dollar im Vormonat und damit stärker als erwartet gesunken. Auch der Index der US- Frühindikatoren stieg im Juni 2001 im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent stärker als das von Volkswirten erwartete Plus von 0,2 Prozent.

"Diese Zahlen waren etwas beruhigend", sagte Alan Ackermann, Marktstratege bei Fahnestock & Co. "Unternehmen in den USA werden durch den starken Dollar bestraft, und das niedrigere Außenhandelsdefizit war heute ein gutes Zeichen. Dass die Erstanträge gesunken sind, ist auch beruhigend."

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