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Nasdaq notiert nach schwachem Start fester

Zum Wochenende bekommen die New Yorker Börsen noch mal einen Dämpfer. Beide Indizes starten in der Verlustzone. Gewinnwarnungen von Hewlett-Packard, Rambus und Gateway und die pessimistischen Zukunftsaussichten bei DoubleClick lösen bei den Anlegern schlechte Laune aus. Hewlett-Packard startet auf der Dow Verliererliste in den Tag.

NEW YORK. Neben der Gewinnwarnung von Hewlett-Packard schocken die Quartalszahlen von Gateway die Wall Street. Der zweitgrößte Direktvertreiber von PCs meldete mit zwölf Cents Gewinn pro Aktie weniger als die Hälfte der bereits reduzierten Analystenschätzungen. Im Zuge der überraschenden Ertragsmeldung - Gateway sollte eigentlich erst in der kommenden Woche die Ergebnisse bekannt geben - hat das Unternehmen eine Gewinnwarnung für die kommenden sechs Monate ausgesprochen. Als Konsequenz der schlechten Geschäftslage wird Gateway nun 2 400 seiner Mitarbeiter und damit zehn Prozent seines Personals entlassen. Der Wert verliert im frühen Handel über zehn Prozent.



Doubleclick erreichte das Break Even. Analysten hatten mit einem Verlust von zwei Cents gerechnet. Doch die Prognosen sehen auch bei der Onlinewerbeagentur düster aus. Das Umsatzwachstum werde sich verlangsamen und nur noch bei plus vier Prozent liegen. Auch Goldman Sachs sieht weitere Probleme auf das Unternehmen zu kommen. Doch die Anleger zeigen sich positiv überrascht über die gemeldeten Ergebnisse. Die Aktien von Doubleclick schießen mit über 25 Prozent in die Höhe.



Ariba kann gegen so viele negative Zahlen und Ergebnissen richtig glänzen. Der Hersteller von B2B-Software hat am Donnerstag nach Handelsschluss die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt. Das Unternehmen hat mit einem Gewinn von fünf Cents pro Aktie die Analystenschätzungen um drei Cents geschlagen. Ariba ist das erste bedeutende B2B-Unternehmen, das die Gewinnzone erreicht. Das Unternehmen denkt, dass die schwache Konjunktur nur wenig Einfluss auf die kommenden Ergebnisse haben wird. Trotzdem haben einige Analysten Wachstumsbedenken. Goldman Sachs denkt positiv und bestätigt die Aktie auf der Empfehlungsliste.



Champagnerkorken knallen bei America Online und Time Warner. Wie bereits erwartet genehmigte die US-Behörde für Kommunikation die Fusion beider Unternehmen. Doch ganz ohne zusätzliche Bedingungen wurde die Zustimmung nicht erteilt. AOL muss nun den Instant Messaging Service, über den Kunden untereinander kommunizieren können, auch der Konkurrenz zur Verfügung stellen. Das neue Unternehmen soll insgesamt einen Umsatz von 40 Milliarden Dollar erwirtschaften und einen Cash Flow in Höher von elf Milliarden Dollar aufweisen. Beide Werte liegen leicht im Plus.



Die neuen Konjunkturdaten belasten die Finanzaktien. Die Produzentenpreise stiegen im vergangenen Monat nicht wie erwartet um 0,1 Prozent, sondern belieben unverändert. Die um den volatilen Bereich der Lebensmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate stieg jedoch um 0,3 Prozent und legte damit mehr als die erwarteten 0,1 Prozent zu. Die Wirtschaftsdaten deuten nicht auf eine weitere Abkühlung der US-Wirtschaft. Anleger befürchten nun, dass eine weitere Zinssenkung unwahrscheinlich wird. Sinkende Produzentenpreise und Einzelhandelsdaten könnten die Notenbank bestärken, bald eine zweite Zinssenkung durchzuführen.

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