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Nasdaq pendelt um Vortagesschlusstand

Die Wall Street eröffnete gut behauptet. Der Dow Jones Index notiert in der Gewinnzone. Der Nasdaq Index pendelt nur um seinen Vortagesschlusstand. Gemischte Wirtschaftsdaten und Unternehmensnachrichten bewegen die Märkte.

Expedia erfreute die Anleger zunächst mit guten Quartalsdaten. Die Aktie verliert im frühen Handel dagegen leicht an Wert. Verizon trübt die Stimmung mit einer Gewinnwarnung. Während Pharma-, Finanz- und Softwareaktien an Wert gewinnen, notieren vor allem die Papiere der Telefon- und Unterhaltungsunternehmen schwächer.

Weniger lassen sich die Anleger die Laune bisher von den neuesten Wirtschaftsdaten verderben Der Index des Verbrauchervertrauens ging im Juli mit einem Stand von 116,5 Punkten stärker zurück als erwartet. Die Mehrheit der Experten hatte mit einem Indexstand auf 118 Punkte, den bisher höchsten Indexstand in diesem Jahr, gerechnet. Allzu überrascht dürften die Marktteilnehmer jedoch nicht mehr sein. Bereits am Freitag hatte der von der Universität Michigan veröffentlichte Index zum Verbrauchervertrauen angedeutet, dass die Zuversicht der US-Konsumenten in die Erholung der US-Konjunktur im vergangenen Monat nachgelassen hat.

Erfreulicher vielen da am Morgen die Daten zu dem persönlichen Einkommen aus. Das persönliche Einkommen der US-Bürger stieg im Juli statt wie erwartet um 0,2 sogar um 0,3 Prozent an. Die persönlichen Ausgaben der Amerikaner stiegen mit 0,4 Prozent ebenfalls um 0,1 Prozentpunkt stärker als prognostiziert.

Zuversichtlich dürften die jüngsten Prognosen der Finanzanalysten von First Call die Marktteilnehmer stimmen. Die Experten rechnen für das erste Quartal 2002 mit einer Erholung der Unternehmensgewinne von über zehn Prozent. Für das Gesamtjahr 2002 erwarten sie ein Ergebniswachstum von mehr als 20 Prozent. Die Analysten der Credit Suisse und anderer Brokerhäuser hatten gestern bereits für die im S&P 500 notierten Unternehmen eine Erholung von 15 Prozent prognostiziert. Gleichzeitig haben sie den Werten des S&P 500 Index in den kommenden 18 Monaten ein Anstiegspotenzial von rund 25 Prozent attestiert. Mit einer Erholung im laufenden Geschäftsjahr ist scheinbar nicht mehr zu rechnen. Die Analysten von J.P. Morgan rechnen beim S&P 500 Index bis Ende des Jahres mit einem Verlust von neun Prozent.

Trotz guter Quartalszahlen notiert Expedia im frühen Handel schwächer. Das Online-Reisebüro konnte die Analystenerwartungen im vierten Quartal mit einem Gewinn von 20 Cents pro Aktie um fünf Cents übertreffen. Den Umsatz verdoppelte das Management auf 44 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum schrieb das Tochterunternehmen von Microsoft noch rote Zahlen. Expedia wird von Goldman Sachs als "Market Outperformer" empfohlen. Die Gewinnschätzung für 2001 heben die Analysten an.

Eine Gewinnwarnung bei Mercury Computer Systems belastet die Aktie. Der Titel verliert über ein Drittel an Wert, nachdem der Hersteller von Computersystemen ankündigte, die Gewinnprognosen für das erste Quartal nicht erfüllen zu können. Das Management prognostiziert, dass der Gewinn fast zwölf Prozent geringer ausfallen wird als das Vorjahresergebnis.

Gespannt sind die Anleger auch auf das Analystentreffen bei Motorola. Nach ersten Spekulationen wird Motorola einen "small deal" bekannt geben und Prognosen über den weiteren Geschäftsverlauf treffen. Die Aktie verliert fast 1,6 Prozent.

Ein Analystentreffen wird am Donnerstag auch EMC abhalten. Dabei rechnen die Analysten von Goldman Sachs mit einer Konfrontation. Investoren stellen die Strategie des Konzerns in Frage. So versucht das Management durch einen Preiskrieg, die stärker werdende Konkurrenz wie Dell Computer und IBM aus dem Rennen zu drücken. Die Strategie, so ist man sich an der Wall Street einig, dürfte jedoch auf die Dauer nicht funktionieren und zu lediglich niedrigeren Gewinnmargen führen. Die Aktie von EMC notiert leichter.

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