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Nasdaq schließt unter 3000 Punkten

Angst vor nachlassendem Gewinnwachstum und weiteren Gewinnwarnungen im Technologiebereich riss am Donnerstag die New Yorker Börsen in die Verlustzone.

Den Nasdaq Index traf es besonders hart. Er fiel am Mittag um fünf Prozent, konnte sich aber gegen Abend auf rund zwei Prozent Verlust fangen. Dennoch schloss er unter der psychologisch wichtigen 3000er Marke auf 2966 Punkten, einem neuen 52-Wochentief. Seit dem Wahlmarathon, der am vergangenen Dienstag begann, hat das Technologiebarometer zwölf Prozent an Wert verloren. Auch der Dow Jones Index beendete den Tag in der Verlustzone. Er schloss auf 10.517 Zählern. Beängstigt hatten die Investoren Quartalszahlen von Hewlett-Packard. Der zweitgrößte Computerhersteller führte die Dow Verliererliste an. Hewlett-Packard meldete einen Gewinn in Höhe von nur 41 Cents pro Aktie gegenüber prognostizierten 51 Cents pro Aktie. Damit wurden die Analystenschätzungen weit verfehlt. Zudem teilte Hewlett-Packard mit, dass der geplante Kauf des Consultingarms von PricewaterhouseCoopers für 18 Milliarden Dollar geplatzt sei.



Die Hiobsbotschaft zog das gesamte Computerumfeld mit in die Tiefe. Sun Microsystems, der größte Hersteller von Server-Computern, Hewlett-Packard-Konkurrent Compaq und Microsoft verloren stark. Besonders leiden mussten die Hard- und Softwarehersteller für Computerspeicherlösungen. EMC, StorageNetworks und Veritas Software tendierten deutlich schwächer.



Am Nachmittag kauften dann einige Investoren günstig ein. Intel, Xilinx, Dell und Cisco konnten nach vormittäglichen Verlusten mit Kursgewinnen schließen.



Sogar die Aktien, die vergangene Woche von Spekulationen über einen Sieg von George W. Bush profitierten, gerieten unter Druck. Merck und Johnson & Johnson und Philip Morris fielen. Investoren sind sich nicht mehr sicher, ob Bush die Wahl gewinnen kann oder ob es ihm im Falle eines Wahlsiegs gelingt, sich gegen die starke Opposition der Demokraten durchzusetzen.



Biotech-Titel gingen auf Talfahrt. Das Wirtschaftsmagazin Barron?s hatte in seiner aktuellen Ausgabe Sorgen geschürt, die Kurse des Sektors könnten ähnlich wie zuvor Internet-Titel fallen. Daneben dürften die Titel unter der Unsicherheit des Präsidentschafts-Wahlausgangs leiden. Bush gilt als Freund der Pharma-Branche. Im Vorfeld der Wahl waren Pharma- und Biotech-Titel in der Hoffnung auf einen Sieg des Republikaners gestiegen. Millenium Pharmaceuticals und Human Genome Sciences führten die Talfahrt des Biotech-Index an, der über neun Prozent an Wert verlor. Ebenfalls auf der Verliererseite: Abgenix und Idec Pharmaceuticals. Die Unternehmen, die bis auf Idec Pharmaceutical keine Gewinne erzielen, haben ihre Aktienkurse seit Jahresanfang jeweils um 85 bis 108 Prozent steigern können.



Als Kursrakete konnte American Freightways in die Woche starten. Federal Express will das Fuhrunternehmen akquirieren. Für die Expansion zahlt FedEx 950 Millionen Dollar in Cash und Aktien. Außerdem übernimmt der weltweit größte Zustelldienst die etwa 250 Millionen Dollar Schulden von American Freightways. Durch den Zukauf baut FedEx seine regionale Position im Mittleren Westen, im Süden und im Nordosten der USA aus. Die Aktien von Federal Express beenden den Handelstag nahezu unverändert mit 65 Dollar

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