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Nasdaq: Schwacher Start nach Rekordtiefs am Vortag

Der New Yorker Wall Street dürfte am Dienstag Marktbeobachtern zufolge erneut ein schwieriger Handelstag bevorstehen. Der richtungsweisende Nasdaq-Future stand um 15.00 Uhr 1,1 % im Minus bei runden 1 500,00 Punkte im Minus. Am Montag hatte der Nasdaq-Composite-Index ein 29-Monatstief marktiert und hatte nur knapp über dieser Sohle bei minus 3,12% auf 1 782,90 Punkten geschlossen.

dpa-afx NEW YORK. Einem solchen Tag folge meist eine anhaltende Phase der Unruhe, sagte ein Händler. Zudem befürchteten Anleger, dass die Serie an Zinssenkungen durch die US-Notenbank ihr Ende gefunden habe, nachdem der Einkaufsmanagerindex deutlich stärker als erwartet ausgefallen war. Manche Marktteilnehmer zeigten angesichts der bevorstehende Quartalsberichtsaison Nerven und würfen Aktienpakete auf einen ansonsten ruhigen Markt.

Von Unternehmensseite kämen vorwiegend entmutigende Nachrichten, sagte der Händler. Ariba rutschten vorbörslich 23 % oder 1,50 US $ auf 5 US $, nachdem das Unternehmen warnte, der Umsatz für das erste Quartal dieses Jahres werde nur die Hälfte der Wall Street-Erwartungen betragen.

Zudem kündigte das Business-to-Business-Unternehmen an, ein Drittel der 2 100 Stellen einzusparen. Im Anschluss an die Umsatzwarnung folgten negative Analystenkommentare der Investmentbanken Robertson Stephens, Merrill Lynch und Bear Stearns.

Die negative Stimmung griff auf Branchenkonkurrenten über, wobei Commerce One im vorbörslichen Handel 95 Cent oder 12 % auf 6,90 USD abgaben.

Zu den weiteren Titeln, die in größeren Mengen gehandelt wurden, zählten Cisco Systems , die 43 Cent auf 14,63 USD verloren. Microsoft notierten mit 55,81 USD um 93 Cent leichter.

Inktomi-Aktien litten unter dem nach unten korrigierten Ausblick für das zweite Quartal. Inktomi Corp. erwartet nun einen Verlust in Höhe von 23 bis 25 Cent je Aktie und begründete die verschlechterte Prognose mit dem auslaufendem Schwung der Konjuntur. Mit der Prognose blieben sie weit hinter den Markterwartungen zurück. First Call waren von einem Verlust des Softwareherstellers von 4 Cent je Aktie ausgegangen. Um die Kosten unter Kontrolle zu bringen, wolle das Unternehmen ein Viertel seiner Stellen kürzen. Der Titel stürzte vorbörslich um 33,44 % auf 4,14 US $.

Zoll Medical Corp. lagen bei 20 US $ sogar um 39,39 % niedriger als am Vortagesschluss. Auch Zoll hatte die Gewinn- und Umsatzerwartung für das zweite Quartal herab gesetzt, wobei das Umsatzziel nun bei 25 Mio. USD liegt, nach bisher anvisierten 26 Mill. US $. Der Gewinn soll 7 Cent je Aktie erreichen, verglichen mit vorigen Schätzungen von 11 Cent. First Call hatte unter Analysten eine Gewinnprognose von 30 Cent je Papier ermittelt.

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