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Nasdaq steuert auf 2 000 Punkte Marke zu

Am dritten Tag in Folge befindet sich der Nasdaq Index auf Talfahrt. Von dem Zweijahres-Tief bewegt sich der Index nun auf die kritische 2 000 Punkte Marke zu. Schwindende Nachfrage nach Computer- und Telekommunikations-Technologie hat der Nasdaq den drittschlechtesten Februar in seiner Geschichte beschert. Dem Dow Jones Index geht es nicht viel besser. Gegen Mittag hat er bereits 125 Punkte verloren. Gewinnwarnungen von High-Tech-Firmen lösen heute erneuert Verkaufswellen aus. Microsoft, Cisco und Sun Microsystems sind gegen Mittag die größten Verlierer an der Technologiebörse.

Gateway korrigiert nun schon zum zweiten Mal in diesem Quartal seine Ergebnisse. Der zweitgrößte Direktverkäufer von Computern wird im laufenden Quartal statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns von 17 Cents pro Aktie lediglich den Break-Even erreichen. Auch der Konkurrenz Dell Computer tendiert schwächer.



Auch 3Com hat eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Der Netzwerkausstatter wird seine Gewinn- und Umsatzschätzungen drastisch verfehlen. Belastend hat sich diese Warnung auch für Broadcom ausgewirkt. Da 3Com Broadcoms größter Kunde ist und 22 % des Umsatzes ausmacht, befürchten Börsianer nun auch eine bevorstehende Warnung des Chipherstellers. Merrill Lynch stuft Broadcom daher auf "neutral" ab, sodass der Wert bis mittags um 16 % fällt. 3Com verliert 22 % seines Marktwerts. In die Tiefe geht es auch für andere Hersteller von Kommunikationschips wie Vitesse Semiconductor und Cypress Semiconductor.



Investoren von Finanzwerten sind nach wie vor enttäuscht, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht reduziert hat. Anleger hatte mit vermehrten Käufen von Finanzaktien darauf spekuliert, dass die Federal Reserve Bank die Leitzinsen senkt. Online Broker leiden zudem unter einem negativen Kommentar von J.P. Morgan.



Turbulenzen gibt es dazu auf dem Flugsektor. US Airways warnt vor geringeren Ergebnissen. Zu schaffen machen der Fluggesellschaft nachlassende Buchungen in der Business Class, höhere Treibstoffkosten und verstärkte Konkurrenz. Verlieren muss auch die Aktie von UAL, die den größten Teil von US Airways übernehmen will. Goldman Sachs stuft zusätzlich die Werte von Southwest Airlines und Delta ab. Der Analyst rechnet aufgrund der abkühlenden Wirtschaft mit weiterhin nachlassenden Buchungen.



Aufschwung erhalten gegen Mittag die Werte von Ölförderern und auch großen Ölkonzernen. Die neue Regierung plant, Ölreserven in Alaska zur Förderung freizugeben. Gute Nachrichten gibt es auch für Texaco und Chevron. Da die europäische Union die Fusion der beiden Ölkonzerne genehmigt, tendieren beide Aktien stärker. Exxon Mobil ist gegen Mittag der Gewinner des Dow Jones Indexes.

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