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Nasdaq testet neuen Tiefstand

Ein schwarzer Tag an New York Aktienmärkten. Der Dow Jones verlor im Handel bis zu 3,7 Prozent an Wert. Der Nasdaq Index erreichte am Donnerstag den tiefsten Punktestand des Jahres. Allein fünf Dow Jones Werte notieren auf neuen Jahrestiefständen.

Mehrere Faktoren zeigten sich für die Kurseinbrüche an New Yorks Aktienmärkten verantwortlich. Als Hauptfaktor ist eindeutig der eskalierende Konflikt im Nahen Osten zu sehen. Die Angst wächst, dass durch die ernstzunehmende Entwicklung in der Region die weltweite Ölversorgung gefährdet werden könnte. Rund ein Drittel der weltweit gewonnenen Ölmenge wird von den Staaten im Nahost und am Persischen Golf gefördert.



Bereits 1973 verhängten die arabischen Staaten ein Embargo auf Ölexporte in die USA. Anlass war damals der Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten Ägypten und Syrien. Das Ergebnis waren Ölknappheit und damit steigende Preise. Auch heute besteht erneut die Gefahr, dass der Rohstoff Öl von den mit Palästina verbündeten Staaten als politisches Druckmittel eingesetzt werden könnte.



Weiter setzte die Gewinnwarnung von Home Depot den Einzelhandels-Sektor unter Druck und schadete zusätzlich dem Dow Jones Index. Home Depot verzeichnete mit Kurseinbußen von 30 Prozent seinen größten Kursverlust seit dem Marktcrash im Oktober 1987. Wal-Mart verlor ebenfalls.



Auch die Finanzwerte zog es ins negative Terrain. Nicht nur die hohe Anzahl ausstehender Kredite belastete den Sektor am Donnerstag. Die gefährdete Ölversorgung, die Angst vor damit steigenden Ölpreisen und eine sich damit erhöhende Inflationsgefahr belasten den Sektor. J.P. Morgan stand ganz oben auf der Verliererliste der 30 Standardwerte. Citigroup und Merrill Lynch verloren ebenfalls an Wert. Einzig American Express konnte anfänglich noch von einer Aufstufung von Goldman Sachs profitieren, drehte dann aber ebenfalls ins Minus.



Einzig der Ölsektor profitiert vom steigenden Ölpreis. Ein Barrel kostete am Donnerstag bis zu 37 Dollar. Dabei handelt es sich um den größten Tagesanstieg seit zwei Jahren. Allein in dieser Woche verteuerte sich das Barrel Öl um 20 Prozent. Die Wall Street befürchtet nun, weiter steigende Rohölpreise könnten die Einnahmen der Unternehmen noch mehr belasten. Exxon gewann an Wert.



Die Top-Nasdaq-Ergebnismeldungen des Tages waren unter anderem die Quartalszahlen von Online-Werbespezialist DoubleClick. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Quartal einen Gewinn von drei Cents pro Aktie und traf damit die Erwartungen der Analysten. DoubleClick verfehlte jedoch die Umsatzerwartungen. Bei Glasfaser-Konzern Juniper Networks fielen die Geschäftszahlen dagegen erfreulicher aus. Das Unternehmen legte einen Gewinn von 17 Cents statt der erwarteten 13 Cents pro Aktie vor. Den Umsatzschätzungen übertraf das Unternehmen um mehr als 50 Millionen Dollar. Auch der Chiphersteller PMC Sierra übertraf die Umsatz- und Gewinnerwartungen die Experten.



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