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Nasdaq über 2200 Punkte

New Yorks Aktienmärkte gingen einen weiteren Tag in Folge als Sieger aus dem Rennen. Vor allem Technologietitel gehörten am Montag zu den Lieblinge der Marktteilnehmer. Das Schlimmste dürfte überstanden sein, diese Hoffnung trieb die Markteilnehmer am Montag wieder in den Ring.

Unterstützung erhielt der Markt durch bullische Kommentare von Ralph Acampora, Chefanalyst von Prudential Securities. "Schließt der Nasdaq über der Marke von 2 200 Punkten, steht einem Anstieg bis 2 800 Punkten nichts mehr im Weg", so der Experte. Und diese Marke nahm das technologielastige Börsenbarometer am Montag bereits im Sturm. Der Nasdaq Index gewann über vier Prozent und schloss bei 2300 Zählern.

Weniger temperamentvoll zeigte sich dagegen der Dow Jones Index zum Wochenauftakt. Doch nachdem das Börsenbarometer den Großteil des Tages in der Verlustzone verbrachte, schaffte auch dieser Index zum Abend den Sprung ist Plus. Der Index der 30 US-Standardwerte schloss leicht behaupte. Nicht zuletzt verantwortlich für die zunächst schwachen Entwicklung war die Beliebtheit der Technologiewerte. Defensive Standardwerte fristeten ein stiefmütterliches Dasein. Zu den größten Gewinnern zählte Online-Music-Portal MP3.com. Die Übernahme durch Vivendi Universal sorgte für positive Impulse. Der Besitzer der größten Plattenfirma der Welt will das Online-Musik-Portal für 372 Millionen in bar und Aktien übernehmen. Verglichen mit dem Schlusskurs von Freitag von drei Dollar erhalten die MP3-Aktionäre damit eine Prämie von 67 Prozent. MP3.com notierte über 60 Prozent im grünen Bereich.

Ebenfalls zu den Gewinnern zählte Palm. Der Marktführer für elektronische Notizbücher Wurde vom Bankhaus UBS Warburg heraufgestuft. Das Unternehmen sei auf dem besten Wege mit entscheidenden Maßnahmen die momentanen Firmenprobleme zu lösen. Für die Anleger ist das Analystenurteil Balsam auf die Wunden. Der Marktführer für elektronische Notizbücher hatte Ende vergangener Woche die Umsatzprognosen für das laufende Quartal um die Hälft reduziert. Die Analysten stufen die Aktie von "halten" auf " aggressiv kaufen". Auch Konkurrent Handspring kann an Wert zulegen.

Unter den 30 US-Standardwerten erhielt Walt Disney den größten Applaus. An diesem Wochenende startet der Walt Disney Kriegsfilm "Pearl Harbor" in den US-Kinos. Sollte der Kriegsfilm wie erwartet ein Kassenschlager werden, könnte sich Walt Disneys Quartalsergebnis in den kommenden zwei Jahren um bis zu 25 Cents pro Aktie verbessern. Das Brokerhaus Salomon Smith Barney stuft die Disney-Aktie auf "kaufen" herauf. Die Analysten von ABN Amro mahnte jedoch zur Vorsicht. Da die Herstellungskosten stolze 140 Millionen Dollar betragen, wird der Erfolg des Films für die Finanzperformance im Fiskaljahr 2001 ausgesprochen wichtig sein, meint die ABN Amro. Sie stufen den Wert deshalb zunächst auf "halten".

Zu den größten Verlierern unter den 30 US-Standardwerten gehörte die Aktie von Procter & Gamble. Die Anleger sind vom neuesten Übernahmevorhaben des Konsumgüterkonzerns wenig überzeugt. Procter & Gamble wird die Bristol-Myers Squibbs Kosmetiksparte Clairol für 4,95 Milliarden Dollar übernehmen. Der Kaufbetrag wird in bar beglichen werden. Clairol, der zweitgrößten Hersteller von Haarfärbe- und Haarpflegemittel, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar. Der Markt für Haarpflegemittel wächst jährlich doppelt so schnell wie der für Drogeriebedarf. Für Procter & Gamble ist dies die größte Akquisition in der Firmengeschichte. Das Papier führte die Verliererliste der Dow Jones Werte an. Konkurrent Johnson & Johnson notierte ebenfalls schwächer.

©Wall Street Correspondents Inc.

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