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Nasdaq unter 3000er Marke

Die wichtigsten US-Indizes bauen ihre Verluste kontinuierlich aus. Das Börsenbarometer der US-High-Tech-Werte rutschte unter die wichtige Marke von 3000 Punkten und verliert 4,3 Prozent an Punkten. Der Dow Jones Index notiert rund 1,3 Prozent im Minus.

Die schlechten Nachrichten bei Oracle, Cisco und Juniper Networks setzen die Aktien unter Druck und ziehen den Nasdaq Index in die Tiefe. Negative Kommentare der Brokerhäuser belasten die Wall Street zusätzlich.



Die Unternehmenserträge werden im kommenden Geschäftsjahr langsamer wachsen. Das prognostiziert zumindest Goldman Sachs Analyst Ed McKelvey. Die Nettogewinne amerikanischer Unternehmen sollten um nur 2,1 Prozent zulegen. Verantwortlich sei die konjunkturelle Abkühlung sein.



Anders pessimistisch zeigt sich Credit Suisse. Die steigende Anzahl an Ertragswarnungen und die US-Notenbank, die weiterhin vor den Risiken aufkommender Inflation warnt, veranlasse die Investoren vorerst am sicheren Ufer zu bleiben, so die Experten. Die Unsicherheiten über den Ausgang der US-Wahlen und die anhaltenden Eskalationen im Nahen Osten fachten die Unsicherheit ebenfalls an. Einige dieser Faktoren haben den Aktienmarkt in den vergangenen drei Monaten belastet und könnten die Wall Street auch in den kommenden zwei Monaten noch überschatten.



Investoren sollten auf den Cashbeständen sitzen bleiben, bis die Bedenken verzogen sind, so die Analysten. Fondsmanager verfügen über das mittlerweile höchste Niveau an Bargeldmitteln Niveau seit der Krise im Jahre 1998. Wenn auch die kurzfristigen Aussichten wolkig erscheinen, sollte 2001 wieder die Sonne an der Wall Street scheinen, meint Analyst Thomas Galvin.



Aber bis dahin gibt es noch einige Kursverluste zu verkraften. Cisco, Juniper Networks und Redbacks Networks schadet zum Wochenauftakt ein Kommentar von Investmentbank Morgan Stanley. Die abkühlende US-Konjunktur und die saisonale Nachfrageschwäche im ersten Quartal gefährden die derzeitigen Wachstumsprognosen. Morgan Stanley stuft das Kursziel von Cisco Systems von 90 auf 75 Dollar ab. Die Analysten reduzieren die Einstufung von Juniper Networks und Redback nach unten. Cisco und Juniper Networks stehen im Handel auf der Verliererliste der Nasdaq.





Die Aktie von Oracle tut es ihnen gleich. Denn Vizepräsident Gary Bloom nimmt seinen Hut und geht zu Veritas Software. Damit ist Bloom nach Ray Lane bereits der zweite führende Manager, der die Softwareschmiede verlässt. UBS Warburg stuft nach Blooms Abgang Oracle herunter. Veritas profitiert von dem Wechsel und führt die Gewinnerliste der Nasdaq-Werte an.



Auf der Verliererseite tummeln sich am Montag auch die Finanztitel. J.P. Morgan und American Express. Sie leiden unter den schwachen Konjunkturaussichten und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Kapitalmarkt.



Abwärts geht es auch für Coca-Cola. Der Wert führt die Liste der Dow-Verlierer an, nachdem der Gertränkekonzern Interesse an Quaker Oats, dem Hersteller von Frühstücksflocken und Sportgetränken bekundete. Nach Angaben der New York Times und des Wall Street Journals habe sich Quakers Aufsichtsrat am Wochenende Coca-Cola als Käufer geeinigt. Noch vor zwei Wochen hatte das Unternehmen das Angebot von PespiCo abgelehnt. Pepsis und Coca-Colas großes Interesse gilt besonders Quakers Produkt Gatorade, das 84 Prozent des Marktanteils auf dem amerikanischen Sportgetränkebereich innehält. Im vergangenen Jahr hat Quaker 40 Prozent seines Gewinns mit Gatorade erwirtschaftet. Während Coca Cola an Wert verliert, legen Quaker Oats und PepsiCo an Wert zu.



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