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Nasdaq unter der 2000 Punkte Marke

Die US-Aktienmärkte bauten ihre Kursverluste zum Wochenanfang aus. Bei einer überwiegend schlechten Nachrichtenlage rutschte der Nasdaq Index unter die psychologisch wichtige Marke von 2000 Punkten und verlor im Handelsverlauf zwei Prozent an Wert.

Positive Analystenkommentare zu Index-Schwergewicht Cisco Systems konnten da wenig ausrichten. Zwar stuften die Analysten von UBS Warburg die Aktie von "halten" auf "kaufen" herauf. Die Chancen stehen gut, dass Cisco die Gewinnerwartungen für das abgelaufene Quartal übertreffen wird, so die Analysten. Doch die 1,24 Punkte, die die Kursgewinne bei Cisco dem Nasdaq Index bescherten, waren bei einem Punkverlust von 40,8 Zählern nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Der Dow Jones Index büßte insgesamt 1,4 Prozent ein und ging auf 10 427 Zählern aus dem Handel. Vor allem Software und Pharmawerte verloren zum Wochenauftakt an Wert. Die Aktie von Softwaregigant Microsoft führt sowohl die Verliererliste des Dow Jones als auch des Nasdaq Index an. Microsofts Gewinnwarnung vom vergangenen Freitag ist bisher noch nicht verdaut. Chipaktien und die Papiere von Herstellern elektronischer Komponenten büßen ebenfalls an Wert ein. Intel und Telekommunikationsausrüster Qualcomm führten den Nasdaq Index weiter ins Minus.

Vor allem die jüngsten Quartalsergebnisse und Prognosen von Lexmark, 3M und Colgate Palmolive belasteten die Stimmung auf New Yorks Aktienparkett. Marktteilnehmern, die in Hoffnung auf erste Zeichen einer baldigen Erholung der US-Wirtschaft nach guten Quartalsergebnissen suchten, hatte der Markt am Montag wenig zu bieten. So verlor die Aktie von Lexmark fast 16 Prozent an Wert, nachdem das Management gemischte Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der zweitgrößte Hersteller von Druckern konnte die Analystenschätzungen mit einem Gewinn von 65 Cents pro Aktie zwar um einen Cent übertreffen. Doch wird der Gewinn im laufenden Quartal statt bei den bisher prognostizierten 68 Cents pro Aktie höchstens bei 60 Cents pro Aktie liegen.

Neben den Aktien von GM und Coca Cola belasteten auch Kursverluste bei 3M den Dow Jones Index. Die weltweit schwierige Wirtschaftlage und der starke Dollar werden 3M auch im zweiten Halbjahr belasten, erklärt das Management. Zwar konnte der Hersteller der beliebten Post-it Zettel die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 1,12 Dollar um einen Cent übertreffen. Doch das scheint den Anlegern nicht zu genügen. Die Aktie führt die Verliererliste der Dow Jones Werte an.

Ebenfalls schwächer notierte die Aktie von Colgate Palmolive. Der Hersteller von Kosmetik- und Drogeriebedarf konnte die Analystenerwartungen für das zweite Quartal zwar mit einem Gewinn von 47 Cents pro Aktie erfüllen. Doch die Anleger scheinen damit nicht zufrieden zu sein. Der Umsatz ging um zehn Millionen Dollar auf 2,33 Milliarden Dollar zurück. Der weltgrößte Hersteller von Zahnpasta profitierte immerhin von einer gesunden Nachfrage in den USA und der Reduzierung der Betriebskosten.

Die Aktie von Walt Disney notierte schwächer, nachdem der zweitgrößte Medienkonzern der Welt bekannt gab, Fox Familiy Worldwide, den Kinderkanal von News Corp. und Saban Entertainment, übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 5,3 Milliarden Dollar einschließlich zwei Milliarden Dollar Schulden.

Auch Eastman Kodak büßte an Wert ein. Wal-Mart, der größte Verkäufer von Photofilmen in den USA, werde in den nächsten Jahren Filme unter dem eigenen Namen verkaufen, berichteten die Analysten von Brokerhauses Lehman Brothers. Da Eastman Kodak die Entwicklung des Geschäfts mit digitalen Filmen und digitaler Photographie vor allem durch Einnahmen aus der traditionellen Photosparte finanziere, werde Eastman Kodak durch diese Entwicklung Probleme bekommen entstehen, so die Experten.

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