Archiv
Nasdaq verliert fünf Prozent

Bis zum Mittag hat der Nasdaq Index bereits 5,48 Prozent verloren und notiert unter der psychologisch wichtigen 3000er Marke. Auch der Dow notiert mit rund zwei Prozent im Minus.

Schlechte Zahlen bei Hewlett-Packard haben Kursstürze an der Technologiebörse ausgelöst. Schon vergangene Woche hatte Dell mit enttäuschenden Ergebnissen die Börsen nach unten gezogen. Investoren sorgen sich über nachlassende Gewinne im Technologiebereich. Als großes Manko stellt sich für die Börse die Unsicherheit über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlwahl dar. Die Stimm-Auszählungen in Florida sind noch nicht abgeschlossen. Zudem drohen Klagen der Demokraten gegen die Wahlverfahren in Florida das Verfahren noch weiter in die Länge zu ziehen.



Hewlett

-Packard führt die Dow Verliererliste an. Der zweitgrößte Computerhersteller hat die Märkte mit seinen Quartalszahlen geschockt. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen wurden im vierten Quartal deutlich verfehlt. Hewlett-Packard meldet einen Gewinn in Höhe von 41 Cents pro Aktie gegenüber prognostizierten 51 Cents pro Aktie. CEO Carly Fiorina führt als Begründung Währungsschwierigkeiten und höhere Ausgaben an. Des Weiteren teilte Hewlett-Packard mit, dass der geplante Kauf des Consultingarms von PricewaterhouseCoopers für 18 Milliarden Dollar geplatzt sei.



Das gesamte Computerumfeld wird mit in die Tiefe gezogen. Sun Microsystems, der größte Hersteller von Server-Computern, Cisco, Hewlett-Packard-Konkurrent Dell und Microsoft verlieren stark. Ebenso leiden müssen die Hard- und Softwarehersteller für Computerspeicherlösungen. EMC, StorageNetworks und Veritas Software tendieren deutlich schwächer.



Die Aktien, die vergangene Woche von Spekulationen über einen Sieg von George W. Bush profitierten, geraten heute unter Druck. Merck und Johnson & Johnson und Philip Morris. Investoren sind sich nicht mehr sicher, ob Bush die Wahl gewinnen kann oder ob es ihm im Falle eines Wahlsiegs gelingt, sich gegen die starke Opposition der Demokraten durchzusetzen.



Allein Watson Pharmaceuticals kann zulegen. Das Unternehmen für generische Produkte hat befriedigende Quartalsergebnisse vorgelegt.



Auch Honeywell und General Electric belasten den Dow Jones Index. Der Mischkonzern Honeywell wird nach Angaben des Wall Street Journals mit den Wachstumsaussichten im kommenden Jahr enttäuschen. Als Begründung nennt das Management die bevorstehende Übernahme durch General Electric.



Zwei Übernahmen am Merger-Montag sorgen für Kursbewegung. Avis gewinnt an Kurswert. Der weltgrößte Hotel-Franchiser Cendant will die Autovermietung zurückkaufen. Cendant hatte Avis vor drei Jahren an die Börse gebracht. Als Kaufpreis werden 935 Millionen Dollar genannt, was einer zehnprozentigen Prämie für Avis-Aktionäre entsprechen würde. Der weltgrößte Zustelldienst FedEx verliert, nachdem bekannt wurde, dass er American Freightways übernehmen wird. FedEx bietet bis zu einer Milliarde Dollar in Cash und Aktien. Die Aktionäre des Fuhrunternehmens erhalten rund 23 Dollar pro Aktie. Gemessen an den Schlusskursen vom Freitag handelt es sich um eine 60-prozentige Prämie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%