Nasdaq verzeichnete deutliche Verluste
Wall Street schließt nach Konjunkturdaten im Minus

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Dienstag nach Bekanntgabe von schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten im Minus geschlossen. Vor allem Werte im Technologiesektor seien wegen den jüngsten Veröffentlichungen unter Druck gekommen, sagten Händler.

rtr NEW YORK. Die Standardwerte konnten sich nach anfänglichen Kurseinbußen wieder etwas zu erholen und schlossen nur leicht im Minus. Analysten zufolge erwartet der Markt angesichts der schwachen Konjunkturdaten eine baldige Senkung der Leitzinsen. Der Dow-Jones-Index notierte nur moderat schwächer und gab 0,05 Prozent auf 10 636,88 Zähler nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,77 % tiefer bei 1 257,94 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index fiel um 4,36 % auf 2 207,82 Zähler auf ein Zweijahrestief.

Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsunternehmens Conference Board ist der Index des US-Verbrauchervertrauens auf den tiefsten Stand seit Juni 1996 gefallen. Der Index sank auf 106,8 Punkte im Februar nach 114,4 Punkten im Januar. Analysten hatten nur mit einem Rückgang auf 109,6 Zähler gerechnet. Ebenfalls unerwartet schwach fielen im Januar die Auftragseingänge für langlebige Güter aus. Nach Angaben des US-Handelsministeriums sind diese im Januar im Monatsvergleich um 6,0 % gesunken. Analysten waren von einem Rückgang von 3,0 % ausgegangen.

Einen markanten Rückgang verzeichnete auch der Index der Verkäufe von neugebauten Häusern. Demzufolge sind die Verkäufe seit dem Dezember von 1,034 Millionen um 10,9 % auf 921 000 im Januar zurückgegangen.

"Die Zahlen sind wirklich schlecht, sogar der Einfamilienhäuser-Markt ist eingebrochen und die Konsumenten haben eine pessimistische Haltung eingenommen", sagte Peter Cardillo, Forschungsleiter bei Westfalia Investments. Allerdings würden diese schlechten Konjunkturdaten Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen nähren, was den Aktien wiederum Unterstützung verliehen habe. "Wenn noch mehr solche Daten eintreffen werden, erleben wir eine Zinssenkung vor dem 20. März", sagte Richard Babson vom Investmenthaus Babson-United. Für den 20. März ist die Sitzung des für die Zinspolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses der US-Notenbank angekündigt. Im Technologiesektor gaben die Titel des Netzwerk-Herstellers Cisco Systems um 7,91 % auf 24 $nach. Unter den Standardwerten notierten die Papiere des Erdölkonzerns Exxon Mobil Corp um 1,79 % schwächer auf 82,30 %. Die Unsicherheit über mögliche Kürzungen der Ölfördermenge durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat Händlern zufolge die Aktien im Erdölsektor gedrückt.

Die Papiere des Sportartikelherstellers Nike fielen um 19,46 % auf 39,60 $, nachdem Nike seine Prognosen für das laufende Quartal nach unten revidiert hatte. An der Wall Street wechselten insgesamt rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen mit 1589 die Verlierer. 1452 Titel verzeichneten Gewinne und 222 blieben unverändert. Bei Umsätzen von rund 1,78 Milliarden Aktien an der Nasdaq schlossen 1219 Titel im Plus, 2504 im Minus und 606 unverändert. Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds 1-5/32 höher und erbrachten eine Rendite von rund 5,36 %.

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