Nasdaq-Vorgabe belastet
Europäische Börsen verzeichnen erneut einen Einbruch bei Techwerten

Händler verwiesen zur Begründung der Kursabschläge auf die schlechte Vorgabe der US-Computerbörse Nasdaq. Insbesondere Hochtechnologie- und Telekomwerte gerieten im Windschatten der Nasdaq unter Verkaufsdruck und belasteten damit die europäischen Kursbarometer. Zudem wirke sich ein weiterhin hoher Ölpreis negativ auf die Märkte aus. Eine Reihe von negativen Unternehmensmeldungen aus den USA habe die europäischen Handelsplätze ebenfalls unter Druck gesetzt.

Reuters FRANKFURT. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 1,16 % auf 4792 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) büßte 1,05 % auf 4932 Punkte ein.



LONDON - Technologie- und Pharmawerte drücken FTSE

An der Londoner Börse schloss der FTSE-100-Index 0,7 % tiefer auf 6213,2 Zähler. Nach ihrer Vortagesrally mussten Hochtechnologie- und Pharmawerte Verluste hinnehmen. Die Aktien von Granada Media und Carlton Commmunications waren nach einer Herunterstufung durch die US-Investmentbank Merrill Lynch die größten Kursverlierer mit Abschlägen von jeweils 6,9 und 5,2 %. AstraZeneca verloren 2,6 %. Die USA erwägen den Re-Import von Pharmazeutika zu erlauben, was sich negativ auf die Pharmaindustrie auswirke, sagten Händler.



ZÜRICH - SMI-Index leichter

An der Schweizer Börse schloss der SMI um 0,62 % tiefer auf 7966,2 Punkten. Im Blickpunkt des Marktes standen Roche GS . Eine große US-Bank habe auf einer Veranstaltung gesagt, die Bedeutung vor allem von Roche aber auch die von Novartis nehme in ihren Überlegungen zugunsten der US-Werte ab. Darauf sei die Roche-Aktie unter Druck geraten und 340 sfr oder über zwei Prozent auf 15 240 sfr gefallen. Novartis konnten sich von anfänglichen Verlusten wieder etwas erholen und schlossen mit einem Verlust von zwei sfr auf 2668 sfr. Das Tagestief lag bei 2624 sfr.

PARIS - CAC-Index folgt negativen US-Vorgaben

In Paris schloss der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen um 0,67 % tiefer auf 6294,06 Punkte. Händler sprachen von einem umsatzschwachen Geschäft. Nach dem starken Nasdaq-Rückgang zählten vor allem Hochtechnologiewerte zu den Verlierern. Unter Verkaufsdruck standen France Telecom , (minus 2,94 %), STMicroelectronics (minus 2,48 %) und Alcatel (minus 5,12 %).

MAILAND - Mib30-Index abwärts

Belastet von den schwachen Vorgaben der technologielastigen US-Computerbörse Nasdaq hat die Mailänder Aktienbörse leichter geschlossen. Der MIB30-Index verringerte sich um 0,53 % auf 45 600 Zähler. Insbesondere die Telekomwerte mussten Federn lassen. So büßten Telecom Italia 2,42 %, TIM 2,26 %, Tecnost 1,64 % und Olivetti ebenfalls 1,83 % ein.



MADRID - Telefonica drückt Ibex-Index

An der Börse in Madrid hat der Ibex-Index unterhalb der Marke von 11 000 geschlossen. Das Börsenbarometer beendete den Handel mit einem Minus von 1,8 % auf 10,956 Punkten. Händler verwiesen auf die Verluste beim Indexschwergewicht Telefonica und bei der Bank Bilbao Vizcaya Argentaria. Die beiden Werte gaben um vier sowie 1,7 % nach. Die Zeitung "Expansion" hatte in ihrer Dienstagausgabe berichtet, beide Unternehmen wollten die Aktivitäten ihrer Mobilfunk- und Internetallianz reduzieren.

AMSTERDAM - AEX-Index folgt Vorgaben

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse im europäischen Sog ebenfalls gefallen. Der AEX-Index rutschte um 0,81 % auf 653,20 Punkte ab. Die Umsätze seien niedrig, sagte ein Händler. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien der Hochtechnologiewerte. So verringerten sich Philips Electronics um 2,1 % und ASM Lithography um 5,6 %. KPN Telecom gaben um 4,4 % nach.



WIEN - ATX-Index gegen den europäischen Trend fester

Wiener Aktien haben am Dienstag gegen den negativen Trend an den anderen Europabörsen mit 1161,82 Punkten um 0,43 % fester geschlossen. Bank Austria beendeten den Handel gestützt durch die Kursgewinne der Hypo-Vereinsbank mit einem Plus von 0,51 %. OMV , die gestern im Sog schwacher europäischer Ölwerte deutlich tiefer geschlossen hatten, erholten sich bei eher geringem Umsatz auf 81,79 (plus 1,29 %).



BRÜSSEL - BEL20-Index behauptet

Der Bel20-Index schloss um 0,15 % fester bei 2979,19 Punkten. Der Finanzsektor, der 40 % des Index ausmacht, tendierte uneinheitlich. Indexschwergewicht Fortis legte 1,24 % auf 33,36 Euro zu. KBC verbilligten sich um 0,75 % auf 46,15 Euro. Dexia stiegen um 1,42 % auf 164,50 Euro.



STOCKHOLM - OMX-Index von Telekomwerten gedrückt

In Stockholm hat der OMX-Index 1,95 % tiefer auf 1248,96 Punkten geschlossen. Auf der Verliererseite ragten insbesondere die Telekomwerte heraus. Schwergewicht Ericsson ermäßigte sich um acht Kronen auf 160,50 Kronen. Die Papiere des finnischen Rivalen Nokia verbilligten sich um 13,5 Kronen auf 404,5 Kronen. Ebenfalls unter Druck gerieten die Pharmawerte nach ihrer Vortagsrally. Astra-Zeneca fielen um neun Kronen auf 485,50 Kronen, Pharmacia um zehn Kronen auf 566 Kronen.

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